Mittwoch, Juli 30, 2014

Krimml Wasserfälle

Vor Jahren war ich mal bei dem größten Wasserfall Europas in der Schweiz. Bei den Rheinfällen. Sehr imposant sag ich euch. V.a. auf dem einen Weg dazwischen. Da fahren Boote hin, alle steigen aus und gehen auf einem wirklich schmalen rutschigen Weg nach oben. Gleichzeitig kommen dann auch noch welche von oben wieder runter. Also das war wirklich nicht meins muss ich sagen. Doch schön ist es ja anzusehen, also ging es in diesem Jahr zu anderen Wasserfällen. Immerhin startete dort auch unsere Radtour, da konnten wir uns die Wasserfälle doch nicht entgehen lassen.


Es ging es zu den höchsten Wasserfällen Österreichs. Diese befinden sich im Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg, am Rande des Ortes Krimml. Die Krimmler Wasserfälle. Drei Österreicherinnen erfahren von den Krimmler Wasserfällen erst als sie eine Radtour planen. Wir geben es nur nicht zu wenn uns wer fragt.

Weil wir es nicht anders verdient haben, haben wir uns gleich mal eine kleine Dusche gegönnt, in dem wir da links unten auf den Steinen rumgekraxelt sind. Das Handy ist ganz schnell im Rucksack gelandet nachdem ich noch nicht mal ganz dort war und schon gefühlt bis zur Unterhose nass war. Diese Gischt ist wirklich nicht zu unterschätzen.
Was waren wir von dem Anblick beeindruckt. Ganz am Fuße der Wasserfälle schon. Als wir dann den Panoramaweg nach oben gewandert sind kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Diese Wassermengen! Immerhin 5.6 m³/s so im Schnitt im Juni. Das ja schon einiges.


Bei diesen Wassermengen und dem tollen strahlendem Wetter waren natürlich auch die Regenbögen nicht weit weg. Immer wieder haben wir welche gesehen, manchmal sogar zwei auf ein Mal.


Könnt ihr auf den letzten zwei Bildern eventuell erkennen wo der Wasserfall langläuft? Ihr täuscht euch schon nicht. Das untere Bild zeigt eigentlich nur die oberen Wasserfälle. Tatsache. Die Krimmler Wasserfälle sind nicht ohne Grund in der Mehrzahl. Es gibt die oberen, die mittleren und unteren Wasserfälle. Das letzte Bild zeigt den oberen Wasserfall mit 145 Metern. Die Mittleren haben noch mal 100 und die unteren 140, macht eine Gesamtlänge von 385 Metern! Diese Höhe ergibt sich aus der geologischen Entstehung des Gebirges, einem mächten Eisstrom in der Eiszeit und dem harten Gestein (Granit).

Diese Natur ist einfach immer wieder faszinierend was sie so entstehen lässt. Auch die Natur ganz oben nach den Wasserfällen. Der Anstieg der oberen Wasserfälle ist zwar nicht ganz ohne, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Dort oben ist dann auch das richtige Bergleben. Die Leute lächeln sich an und grüßen sich. So kenn ich das. So soll das sein.


Nach dem steilen Anstieg geht es dann auch flach dahin. Mit den verschneiten Bergen im Hintergrund, durch die Kuhweiden hindurch, direkt zur Alm auf ein frisches Getränk in der Sonne, herrlichem Ausblick und unendliche Ruhe. So kann ich es gut aushalten.

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