Freitag, Juli 18, 2014

Es startet mit Pleiten, Pech und Regen ...

Wie im letzten Jahr stand Ende Juni wieder eine Radtour an. Fragt mich nicht was uns geritten hat. Wir haben uns das selber gefragt. Ich mich bereits beim packen. Beim einpacken der Gedanke: "Das jetzt jeden verdammten Tag der nächsten Woche." Ich hasse packen! Zu allem Überfluss, das muss reichen für eine ganze Woche. Mehr passt nicht in den Rucksack. Soll ich euch was sagen? Es hat gereicht und ich glaube es hätten sogar noch 1-2 T-Shirts und die zweite kurze Hose daheim bleiben können. Dafür ist das Waschmittel dann natürlich umso wichtiger. (Ach ja, die After Sun bleib auch zu Hause. Als hätte ich es geahnt...)


Wie im letzten Jahr habe ich mich wieder für meinen Rucksack entschieden. Hat zwar weniger Platz, ist teilweise etwas anstrengend, aber für mich sehen die Gepäcktaschen noch viel anstrengender aus. Wenn ich das bei meinen Freundinnen immer sehe mit dem rauf und runtergeben am abend bzw morgen und mit dem schleppen in die Zimmer. Da lobe ich mir meinen Rucksack. Auch wenn es zum Mittagessen geht ist es mir ganz recht, dass ich immer alles dabei habe.

Letztes Jahr war unser Start nicht weit von mir entfernt. In diesem Jahr kam ich auch in den Genuss einer etwas längeren Anreise. Erst mal bin ich zu meinen Eltern mein Rad abholen - ja, das stand da jetzt ein Jahr lang und ich bin in dieser Zeit auch kein einziges mal auf einem Fahrrad gewesen. Danach ging es mit dem Zug erst nach Salzburg, dann nach Zell am See und dann schlussendlich zu unserem Ziel: Krimml.


Die Pension war eigentlich in Krimml. So dachten wir ist sicher nicht weit vom Bahnhof entfernt. Doch siehe da es ging eine halbe Stunde durch den Wald. Also für uns eine halbe Stunde, weil wir öfter mal gegangen sind oder Pause gemacht haben. Mit so viel bergauf haben wir ja nicht gerechnet. Wir haben unseren Radweg ausgesucht nach dem Kriterien: Einfach und flach bis bergab. So wirklich können wir das vom Tauernradweg nicht bestätigen.

Nachdem wir dann auch noch einen Berg umsonst erklommen haben - wir haben uns zum ersten, aber nicht letzten mal verfahren - kamen wir endlich dort an wo wir hin wollten. Eine Pension mit einem beeindruckenden Ausblick.


Es gab sogar eine Willkommensfeier. Extra nur für uns. Da bin ich mir mal ganz sicher. Zu unserer Schande mussten wir feststellen, dass wir nicht wirklich jedes Wort das dort in das Mikrofon gesprochen wurde verstanden haben. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich zumindest beim Frühstück verstanden habe was die neben uns sagen während mich meine Freundin danach gefragt hat welche Sprache die gesprochen haben. Haha! Selbst die Österreicher verstehen nicht unbedingt alle Landsleute.

Nach einem Tag in Krimml haben wir dann unsere Radtour gestartet. Unsere erste Station die wir erreichen mussten war Zell am See in zwei Tagen. Denn da sollte die dritte im Bunde zu uns stoßen. Geht sich ja locker flockig aus. Vor allem nachdem der Wetterdienst einen Blödsinn prognostiziert hat mit seinem "Es regnet die ganze Woche in ganz Österreich." Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns auf den Weg gemacht.


Nach der Radtour im letzten Jahr wussten wir: Den halben Tag verbringen wir faul rumliegend in der Wiese, bevorzugt mit einem See daneben. Also sind wir immer auf der Suche nach einem schönen Badesee. Dieses mal wurden wir ziemlich schnell fündig, aber leider um 10 Uhr dann doch etwas arg früh, aber ein kleine Pause ist bei uns immer drin. Also bei meiner Freundin, ich bin ja dann am zweiten Tag schon etwas genervt von den ständigen Pausen, aber da an dem See fand ich es noch wirklich schön und ich hätte gerne ein paar Stunden hier verplempert.


Doch wir sind weiter. Bis die Freundin so genervt war von der Hitze und wir endlich einen See gefunden haben - nachdem wir den davor irgendwie übersehen haben. Der See war nicht so spannend fand ich. Dafür fand ich es dahinter faszinierend. Das hatte ich auch noch nie. Ich liege im Bikini da und schaue auf schneebedeckte Berge. Kann es schöneres geben? Ich glaube ja nicht. Die Faszination war nur leider nicht von Dauer. Ziemlich schnell hat es zugezogen, noch schneller waren wir wieder in unseren Radklamotten. Kurz vor knapp noch bei der Touristeninfo wegen einem freien Zimmer.


Was ich auf dem Weg leider nicht fotografieren konnte - irgendwie werden alle hektik wenn es zu regnen beginnt, sogar die Leute in den Autos, die es doch trocken haben - mitten im Ort auf der Hauptstraßen, an der Hauptkreuzung mussten wir stehen bleiben. Die Kühe hatten nämlich Vorrang. So ist das eben auf dem Land. Wir haben uns mit unseren Rädern dann doch vorbeigemogelt und sind dann hinter dem Misthaufen rechts abgebogen und waren in unserem Zimmer bevor der Regenschauer richtig losging.


Am nächsten Tag sah dann die Umgebung war im Nebel eingehüllt und auf dem Weg hat das Wetter beschlossen den Wetterbericht zu lesen und es hat zu regnen begonnen. Vom feinsten. Doch es bringt nichts, wir mussten ja nach Zell am See, da locket die Therme. Wir also brav weitergeradelt mit dem Gedanken im Kopf von der Besitzerin der letzten Unterkunft: "Ja, die Therme in Zell am See ist schön." Unnötigerweise. Denn an der Touristeninfo in Zell am See wurde uns gesagt, dass der Tauern Spa nicht in Zell am See ist, sondern in Kaprun. In dem Ort in dem wir unter einer Brücke standen und überlegt hatten die Freundin anzurufen, dass sie doch mit dem Zug bis Kaprun fahren solle. Tja, blöd gelaufen. Immerhin war es mit Bus / Taxi nicht weit.

Also haben wir den Tag dann im Tauern Spa ausklingen lassen und uns gefragt ob die Radwege hier so komische Routen haben oder wir einfach nur verdammt langsam sind, dass wir von Kaprun bis Zell am See so lange gebraucht haben. Ich fürchte es ist eher zweiteres...

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