Montag, Juli 21, 2014

... es endet mit Pleiten, Pech und Pannen, aber immerhin gibts Sonnenschein!

Nach einem Tag im Tauern Spa wird die Radtour fortgesetzt. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starten wir am Zeller See und landem zwischen Feldern und Wiesen. Wenn die Wolken so bleiben ist alles in Ordnung sagen wir uns. Da es doch ganz schön warm ist kommt der Trinkbrunnen zur rechten Zeit und wir gönnem dem Entchen eine kleine Runde.


Am Abend landen wir in einem kleinen verschlafenen Nest. Internet sei dank entdecken wir das Dorfcafé und gehen dahin Essen. Ich bin ja eigentlich nicht so der Schokoladefan, aber warme Schokolade, ich könnte mich reinlegen! Weil es so gemütlich ist gönnen wir uns auch noch einen Hugo. Immerhin ist es dort mal kein Kaiser Spritzer mit Pfefferminze. Das machen die in Österreich ganz gerne mal.

Gut ausgeruht und noch immer volgefressen vom letzten Abend machen wir uns weiter. Nun startet die Tour so wie wir sie aus dem letzten Jahr von uns gewohnt sind. Planlos, chaotisch und voller Abenteuer.

Zu Beginn dieses Schild. Das hatten wir letztes Jahr am Donauradweg häufiger. Und wieder mal nichts angeschrieben wo wir lang müssen. Schild ignorieren? Schlechte Erfahrung, wer weiß wie weit wir dann zurückradeln müssen und das würde heißen bergauf noch dazu. Also doch einfach die Bundesstraße lang. Die geht immerhin schön bergab - und hoffentlich nach der Kurve nicht wieder bergauf! Irgendwann standen wir dann doch wieder da und kannten uns nicht aus. Ein netter LKW-Fahrer hat uns dann gesagt wo wir lang müssen um wieder zum Radweg zu kommen. Die Schilder waren nämlich äußerst verwirrend.


Wir waren äußerst froh als wir die Bundesstraße wieder verlassen haben und auf den verschlafenen Radwegen fahren konnten. Immerhin wir hatten es geschafft den Tauernradweg tatsächlich wieder zu finden. Doch ist das nicht langweilig? So kam die Entscheidung wir fahren eine Abkürzung. Wenn wir den Familienradweg nehmen kommen wir am Ende wieder auf den Tauernradweg. Familienradweg hört sich nett an, der ist sicher nicht schwer, also optimal für uns.

Dieses Schild sollte uns zu bedenken geben. Doch wir machen uns noch darüber lustig. Blöd wie wir sind. Sind ja nur Schilder fürs Wasser. Nicht für uns auf dem Radweg. Die roten Punkte im nachhinein hätten uns eine Warnung sein sollen. Denn plötzlich tut sich vor uns ein riesen Loch auf. Der Radweg ist weg! Seit dem Hochwasser im letzten Jahr noch immer nicht aufgebaut. Diese Deutschen immer. Auf der anderen Seite des Flusses ist die österreichische Seite. Seht ihr diesen tollen asphaltierten Weg? Blöderweise keine Brüche weit und breit. Also über Stock und Stein durch den Wald. Immerhin haben wir den Schatten.


Irgendwann kam mal eine Brücke bzw sowas ähnliches. Ich dachte das ist für irgendwelche Maschinen, also das kann garantiert nicht der Radweg sein. Weiter über Stock und Stein durch den Wald. Vorbei am Jägerstand. Durch die Matschgrube durch. Mit Schwung, weil eine blieb stecken. Statt zu helfen haben wir gelacht und ganz vergessen ein Foto zu machen.
Da wir vor uns immer wieder Fahrradspuren im Sand gesehen haben konnten wir ja nur auf dem richtigen Weg sein. Also weiter auf immer enger werdenden Trampelpfaden um am Ende wieder mal in einer Sackgasse zu landen. Wie auch im letzten Jahr schon.


Dieses mal hat uns der Rückweg zum Glück keine Stunden gekostet. Immerhin war da ja diese eine komische Brücke. Es stellte sich heraus es war eine abgerissene Brücke und nur noch das Grundgerüst stand. Netterweise so, dass wir auf einem Eisensteg gehen konnten während das Rad auf dem Eistensteg daneben Platz hatte. So sind wir über diese Brücke balanciert. Das war zu gefährlich diese nach dem Hochwasser noch mal aufzubauen, drum wurde sie weggerissen. Den Familienradweg umzuleiten, auf die Idee sind die Herrschaften wohl nach wie vor nicht gekommen.

Am nächsten Tag haben uns eine Gruppe von Radfahrern gerettet die wir auf dem Weg und später beim Mittagessen getroffen haben. Es wurde bergig. Sehr bergig. Auf Fotos sieht das immer total langweilig und flach aus. Es war aber steil. Ganz steil. Wir wären garantiert die Straße hochgestrampelt bzw hätten die Straße hochgeschoben. Immerhin war das der Radweg und wir hatten beschlossen uns daran zu halten. Wir hätten uns geärgert über die Autofahrer, die Autofahrer über die Deppen die da die Räder hochschieben. Zum Glück bereiten sich andere Radfahrer besser auf die Tour vor und haben uns verraten, dass es da im nächsten Ort einen Weg gibt der sehr steil ist, aber da ist wenig Verkehr und die Räder sind schnell hochgeschoben. Haben wir gemacht und siehe da, tatsächlich total unspektakulär.


Dafür ist die Aussicht nach so elendig vielen Bergaufs umso spektakulärer. Außerdem könnt ihr euch vorstellen wie stolz wir waren als wir gesehen haben, dass da wieder zwei Flüsse zusammengeflossen sind und wir dieses mal nach dazwischen standen! Dafür haben wir uns am Abend belohnt. Mit Löwenzahnlikör. Sehr empfehlenswert! Müsst ihr unbedingt kosten wenn ihr ihn auf einer Speisekarte seht.


Vom letzten Tag habe ich tatsächlich kein einziges Foto. Der letzte Tag ist immer mein "Gott, ich hab keine Lust mehr." Tag. Das Ende ist absehbar. Ich will dann immer nur noch alles hinter mich bringen. Raus aus den Klamotten - die nach einer Woche Handwäsche jetzt nicht unbedingt wie frisch gewaschen riechen...

Alles in Allem war es wieder eine tolle Radtour. Tauernradweg ist empfehlenswert, auch wenn wir ab und an mal schieben mussten gegen Ende, weil uns - sonst nie Radfahrern - die Berge zu lang waren. Wer öfter fährt schafft das sicher auch im fahren. Dafür sind aber auch die Abfahrten danach umso schöner. *yiiihaaa*

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