Mittwoch, Juli 30, 2014

Krimml Wasserfälle

Vor Jahren war ich mal bei dem größten Wasserfall Europas in der Schweiz. Bei den Rheinfällen. Sehr imposant sag ich euch. V.a. auf dem einen Weg dazwischen. Da fahren Boote hin, alle steigen aus und gehen auf einem wirklich schmalen rutschigen Weg nach oben. Gleichzeitig kommen dann auch noch welche von oben wieder runter. Also das war wirklich nicht meins muss ich sagen. Doch schön ist es ja anzusehen, also ging es in diesem Jahr zu anderen Wasserfällen. Immerhin startete dort auch unsere Radtour, da konnten wir uns die Wasserfälle doch nicht entgehen lassen.


Es ging es zu den höchsten Wasserfällen Österreichs. Diese befinden sich im Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg, am Rande des Ortes Krimml. Die Krimmler Wasserfälle. Drei Österreicherinnen erfahren von den Krimmler Wasserfällen erst als sie eine Radtour planen. Wir geben es nur nicht zu wenn uns wer fragt.

Weil wir es nicht anders verdient haben, haben wir uns gleich mal eine kleine Dusche gegönnt, in dem wir da links unten auf den Steinen rumgekraxelt sind. Das Handy ist ganz schnell im Rucksack gelandet nachdem ich noch nicht mal ganz dort war und schon gefühlt bis zur Unterhose nass war. Diese Gischt ist wirklich nicht zu unterschätzen.
Was waren wir von dem Anblick beeindruckt. Ganz am Fuße der Wasserfälle schon. Als wir dann den Panoramaweg nach oben gewandert sind kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Diese Wassermengen! Immerhin 5.6 m³/s so im Schnitt im Juni. Das ja schon einiges.


Bei diesen Wassermengen und dem tollen strahlendem Wetter waren natürlich auch die Regenbögen nicht weit weg. Immer wieder haben wir welche gesehen, manchmal sogar zwei auf ein Mal.


Könnt ihr auf den letzten zwei Bildern eventuell erkennen wo der Wasserfall langläuft? Ihr täuscht euch schon nicht. Das untere Bild zeigt eigentlich nur die oberen Wasserfälle. Tatsache. Die Krimmler Wasserfälle sind nicht ohne Grund in der Mehrzahl. Es gibt die oberen, die mittleren und unteren Wasserfälle. Das letzte Bild zeigt den oberen Wasserfall mit 145 Metern. Die Mittleren haben noch mal 100 und die unteren 140, macht eine Gesamtlänge von 385 Metern! Diese Höhe ergibt sich aus der geologischen Entstehung des Gebirges, einem mächten Eisstrom in der Eiszeit und dem harten Gestein (Granit).

Diese Natur ist einfach immer wieder faszinierend was sie so entstehen lässt. Auch die Natur ganz oben nach den Wasserfällen. Der Anstieg der oberen Wasserfälle ist zwar nicht ganz ohne, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Dort oben ist dann auch das richtige Bergleben. Die Leute lächeln sich an und grüßen sich. So kenn ich das. So soll das sein.


Nach dem steilen Anstieg geht es dann auch flach dahin. Mit den verschneiten Bergen im Hintergrund, durch die Kuhweiden hindurch, direkt zur Alm auf ein frisches Getränk in der Sonne, herrlichem Ausblick und unendliche Ruhe. So kann ich es gut aushalten.

Sonntag, Juli 27, 2014

Wiener Schokoladenfinger

Manchmal wäre es hilfreich die Tipps von Rezepten vorher zu lesen und nicht erst im nachhinein. Wenn alles aufgegessen ist. So hätte ich es mir vielleicht erspart, dass ich den Spritzbeutel befülle, merke das funktioniert nicht, wieder alles zurück in die Schüssel mache und doch per Hand ein paar Finger forme - die zugegeben im rohen Zustand eher aussahen wie Würstchen. Also nicht die Würstchen vom Fleischhacker, sondern die Würstchen die so am Straßenrand liegen wenn das Herrchen schlimm war und kein Sackerl mit hatte. Muss ich jetzt hoffentlich nicht weiter ausführen was ich meine. Wobei ich hätte sogar Fotos... Na lieber nicht.

Gebacken sehen die Schokoladenfinger zum Glück nicht mehr aus wie im rohen Zustand. Da sehen sie aus wie Kekse und mit der Schokolade drumrum merkt das ja wohl hoffentlich jeder.


Das Rezept ist einfach und sogar von vornherein vegan. Also wenn die Butter durch vegane Margarine ersetzt wird, aber das wird ja jetzt nicht gerade eine bahnbrechende Neuigkeit sein, dass das funktioniert. Also für die Schokoladenfinger werden 125 g Margarine und 75 g Staubzucker schaumig geschlagen. Nach und nach werden 175 g Mehl, 2 TL Backpulver und 25 g Speisestärke zugefügt (diese drei Komponenten dann vorher schon mal durchmischen würde ich vorschlagen). Währenddessen 75 g Zartbitterschokolade schmelzen und unter den Teig rühren.

Entweder wie ich dann einfach mit einem Teelöffel immer Stücke vom Teig abstechen und zu kleinen Würstchen Fingern formen oder den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und 5 cm lange Finger auf dein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Der bahnbrechende Tipp mit dem Spritzbeutel: Wenn der Teig zu fest ist einfach etwas Milch (für vegan eben Soja-/Hafer-/Reis-/Mandel-/was auch immer-Drink) hinzufügen. So einfach kann es sein.

Das Backblech in den auf 190 °C vorgeheizten Backofen geben und 12 Minuten backen lassen. Danach auf dem Backblech leicht abkühlen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig erkalten. Wenn die Finger kalt sind werden sie noch teilweise in Schokolade getunkt. Dazu 125 g Zartbitterschokolade in einem Topf schmelzen, Finger eintauchen - also die Schokofinger, nicht die eigenen, das könnte heiß sein - Schokolade gut abtropfen lassen und noch mal abkühlen lassen.

Wer weiß, vielleicht probiere ich das mit dem Haferdrink und dem Spritzbeutel bei Gelegenheit mal aus. Oder ihr lasst es mich vielleicht wissen ob das funktioniert. Würde mich auch freuen.

Donnerstag, Juli 24, 2014

Ein neues Kleid für meinen Blog

Da vergesse ich doch glatt einen Screenshot vom alten Design zu machen. Wirklich schade, aber vielleicht auch gut so. Wer will schon das alte sehen wenn er das neue erleben kann.

Schon lange habe ich überlegt meinem Blog ein neues Design zu verpassen. Das alte Design hat irgendwie nicht mehr so wirklich zu dem gepasst was mein Blog geworden ist. Da mir irgendwas immer nicht gepasst hat beim planen habe ich beschlossen jetzt einfach Nägel mit Köpfen zu machen und die Umstellung dann eben im laufenden Betrieb zu machen.
Das eine oder andere wird vielleicht hinzukommen, manches wieder weg. Wird sich aber wohl eher in den Details abspielen. Dieses minimalistische Grunddesign wird wohl so bleiben. Irgendwie ist mir gerade danach. So schlicht und einfach wie möglich.

Wenn ihr dennoch etwas vermisst könnt ihr es mich ja wissen lassen. Bin für jeden Tipp sehr dankbar.

Montag, Juli 21, 2014

... es endet mit Pleiten, Pech und Pannen, aber immerhin gibts Sonnenschein!

Nach einem Tag im Tauern Spa wird die Radtour fortgesetzt. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starten wir am Zeller See und landem zwischen Feldern und Wiesen. Wenn die Wolken so bleiben ist alles in Ordnung sagen wir uns. Da es doch ganz schön warm ist kommt der Trinkbrunnen zur rechten Zeit und wir gönnem dem Entchen eine kleine Runde.


Am Abend landen wir in einem kleinen verschlafenen Nest. Internet sei dank entdecken wir das Dorfcafé und gehen dahin Essen. Ich bin ja eigentlich nicht so der Schokoladefan, aber warme Schokolade, ich könnte mich reinlegen! Weil es so gemütlich ist gönnen wir uns auch noch einen Hugo. Immerhin ist es dort mal kein Kaiser Spritzer mit Pfefferminze. Das machen die in Österreich ganz gerne mal.

Gut ausgeruht und noch immer volgefressen vom letzten Abend machen wir uns weiter. Nun startet die Tour so wie wir sie aus dem letzten Jahr von uns gewohnt sind. Planlos, chaotisch und voller Abenteuer.

Zu Beginn dieses Schild. Das hatten wir letztes Jahr am Donauradweg häufiger. Und wieder mal nichts angeschrieben wo wir lang müssen. Schild ignorieren? Schlechte Erfahrung, wer weiß wie weit wir dann zurückradeln müssen und das würde heißen bergauf noch dazu. Also doch einfach die Bundesstraße lang. Die geht immerhin schön bergab - und hoffentlich nach der Kurve nicht wieder bergauf! Irgendwann standen wir dann doch wieder da und kannten uns nicht aus. Ein netter LKW-Fahrer hat uns dann gesagt wo wir lang müssen um wieder zum Radweg zu kommen. Die Schilder waren nämlich äußerst verwirrend.


Wir waren äußerst froh als wir die Bundesstraße wieder verlassen haben und auf den verschlafenen Radwegen fahren konnten. Immerhin wir hatten es geschafft den Tauernradweg tatsächlich wieder zu finden. Doch ist das nicht langweilig? So kam die Entscheidung wir fahren eine Abkürzung. Wenn wir den Familienradweg nehmen kommen wir am Ende wieder auf den Tauernradweg. Familienradweg hört sich nett an, der ist sicher nicht schwer, also optimal für uns.

Dieses Schild sollte uns zu bedenken geben. Doch wir machen uns noch darüber lustig. Blöd wie wir sind. Sind ja nur Schilder fürs Wasser. Nicht für uns auf dem Radweg. Die roten Punkte im nachhinein hätten uns eine Warnung sein sollen. Denn plötzlich tut sich vor uns ein riesen Loch auf. Der Radweg ist weg! Seit dem Hochwasser im letzten Jahr noch immer nicht aufgebaut. Diese Deutschen immer. Auf der anderen Seite des Flusses ist die österreichische Seite. Seht ihr diesen tollen asphaltierten Weg? Blöderweise keine Brüche weit und breit. Also über Stock und Stein durch den Wald. Immerhin haben wir den Schatten.


Irgendwann kam mal eine Brücke bzw sowas ähnliches. Ich dachte das ist für irgendwelche Maschinen, also das kann garantiert nicht der Radweg sein. Weiter über Stock und Stein durch den Wald. Vorbei am Jägerstand. Durch die Matschgrube durch. Mit Schwung, weil eine blieb stecken. Statt zu helfen haben wir gelacht und ganz vergessen ein Foto zu machen.
Da wir vor uns immer wieder Fahrradspuren im Sand gesehen haben konnten wir ja nur auf dem richtigen Weg sein. Also weiter auf immer enger werdenden Trampelpfaden um am Ende wieder mal in einer Sackgasse zu landen. Wie auch im letzten Jahr schon.


Dieses mal hat uns der Rückweg zum Glück keine Stunden gekostet. Immerhin war da ja diese eine komische Brücke. Es stellte sich heraus es war eine abgerissene Brücke und nur noch das Grundgerüst stand. Netterweise so, dass wir auf einem Eisensteg gehen konnten während das Rad auf dem Eistensteg daneben Platz hatte. So sind wir über diese Brücke balanciert. Das war zu gefährlich diese nach dem Hochwasser noch mal aufzubauen, drum wurde sie weggerissen. Den Familienradweg umzuleiten, auf die Idee sind die Herrschaften wohl nach wie vor nicht gekommen.

Am nächsten Tag haben uns eine Gruppe von Radfahrern gerettet die wir auf dem Weg und später beim Mittagessen getroffen haben. Es wurde bergig. Sehr bergig. Auf Fotos sieht das immer total langweilig und flach aus. Es war aber steil. Ganz steil. Wir wären garantiert die Straße hochgestrampelt bzw hätten die Straße hochgeschoben. Immerhin war das der Radweg und wir hatten beschlossen uns daran zu halten. Wir hätten uns geärgert über die Autofahrer, die Autofahrer über die Deppen die da die Räder hochschieben. Zum Glück bereiten sich andere Radfahrer besser auf die Tour vor und haben uns verraten, dass es da im nächsten Ort einen Weg gibt der sehr steil ist, aber da ist wenig Verkehr und die Räder sind schnell hochgeschoben. Haben wir gemacht und siehe da, tatsächlich total unspektakulär.


Dafür ist die Aussicht nach so elendig vielen Bergaufs umso spektakulärer. Außerdem könnt ihr euch vorstellen wie stolz wir waren als wir gesehen haben, dass da wieder zwei Flüsse zusammengeflossen sind und wir dieses mal nach dazwischen standen! Dafür haben wir uns am Abend belohnt. Mit Löwenzahnlikör. Sehr empfehlenswert! Müsst ihr unbedingt kosten wenn ihr ihn auf einer Speisekarte seht.


Vom letzten Tag habe ich tatsächlich kein einziges Foto. Der letzte Tag ist immer mein "Gott, ich hab keine Lust mehr." Tag. Das Ende ist absehbar. Ich will dann immer nur noch alles hinter mich bringen. Raus aus den Klamotten - die nach einer Woche Handwäsche jetzt nicht unbedingt wie frisch gewaschen riechen...

Alles in Allem war es wieder eine tolle Radtour. Tauernradweg ist empfehlenswert, auch wenn wir ab und an mal schieben mussten gegen Ende, weil uns - sonst nie Radfahrern - die Berge zu lang waren. Wer öfter fährt schafft das sicher auch im fahren. Dafür sind aber auch die Abfahrten danach umso schöner. *yiiihaaa*

Freitag, Juli 18, 2014

Es startet mit Pleiten, Pech und Regen ...

Wie im letzten Jahr stand Ende Juni wieder eine Radtour an. Fragt mich nicht was uns geritten hat. Wir haben uns das selber gefragt. Ich mich bereits beim packen. Beim einpacken der Gedanke: "Das jetzt jeden verdammten Tag der nächsten Woche." Ich hasse packen! Zu allem Überfluss, das muss reichen für eine ganze Woche. Mehr passt nicht in den Rucksack. Soll ich euch was sagen? Es hat gereicht und ich glaube es hätten sogar noch 1-2 T-Shirts und die zweite kurze Hose daheim bleiben können. Dafür ist das Waschmittel dann natürlich umso wichtiger. (Ach ja, die After Sun bleib auch zu Hause. Als hätte ich es geahnt...)


Wie im letzten Jahr habe ich mich wieder für meinen Rucksack entschieden. Hat zwar weniger Platz, ist teilweise etwas anstrengend, aber für mich sehen die Gepäcktaschen noch viel anstrengender aus. Wenn ich das bei meinen Freundinnen immer sehe mit dem rauf und runtergeben am abend bzw morgen und mit dem schleppen in die Zimmer. Da lobe ich mir meinen Rucksack. Auch wenn es zum Mittagessen geht ist es mir ganz recht, dass ich immer alles dabei habe.

Letztes Jahr war unser Start nicht weit von mir entfernt. In diesem Jahr kam ich auch in den Genuss einer etwas längeren Anreise. Erst mal bin ich zu meinen Eltern mein Rad abholen - ja, das stand da jetzt ein Jahr lang und ich bin in dieser Zeit auch kein einziges mal auf einem Fahrrad gewesen. Danach ging es mit dem Zug erst nach Salzburg, dann nach Zell am See und dann schlussendlich zu unserem Ziel: Krimml.


Die Pension war eigentlich in Krimml. So dachten wir ist sicher nicht weit vom Bahnhof entfernt. Doch siehe da es ging eine halbe Stunde durch den Wald. Also für uns eine halbe Stunde, weil wir öfter mal gegangen sind oder Pause gemacht haben. Mit so viel bergauf haben wir ja nicht gerechnet. Wir haben unseren Radweg ausgesucht nach dem Kriterien: Einfach und flach bis bergab. So wirklich können wir das vom Tauernradweg nicht bestätigen.

Nachdem wir dann auch noch einen Berg umsonst erklommen haben - wir haben uns zum ersten, aber nicht letzten mal verfahren - kamen wir endlich dort an wo wir hin wollten. Eine Pension mit einem beeindruckenden Ausblick.


Es gab sogar eine Willkommensfeier. Extra nur für uns. Da bin ich mir mal ganz sicher. Zu unserer Schande mussten wir feststellen, dass wir nicht wirklich jedes Wort das dort in das Mikrofon gesprochen wurde verstanden haben. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich zumindest beim Frühstück verstanden habe was die neben uns sagen während mich meine Freundin danach gefragt hat welche Sprache die gesprochen haben. Haha! Selbst die Österreicher verstehen nicht unbedingt alle Landsleute.

Nach einem Tag in Krimml haben wir dann unsere Radtour gestartet. Unsere erste Station die wir erreichen mussten war Zell am See in zwei Tagen. Denn da sollte die dritte im Bunde zu uns stoßen. Geht sich ja locker flockig aus. Vor allem nachdem der Wetterdienst einen Blödsinn prognostiziert hat mit seinem "Es regnet die ganze Woche in ganz Österreich." Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns auf den Weg gemacht.


Nach der Radtour im letzten Jahr wussten wir: Den halben Tag verbringen wir faul rumliegend in der Wiese, bevorzugt mit einem See daneben. Also sind wir immer auf der Suche nach einem schönen Badesee. Dieses mal wurden wir ziemlich schnell fündig, aber leider um 10 Uhr dann doch etwas arg früh, aber ein kleine Pause ist bei uns immer drin. Also bei meiner Freundin, ich bin ja dann am zweiten Tag schon etwas genervt von den ständigen Pausen, aber da an dem See fand ich es noch wirklich schön und ich hätte gerne ein paar Stunden hier verplempert.


Doch wir sind weiter. Bis die Freundin so genervt war von der Hitze und wir endlich einen See gefunden haben - nachdem wir den davor irgendwie übersehen haben. Der See war nicht so spannend fand ich. Dafür fand ich es dahinter faszinierend. Das hatte ich auch noch nie. Ich liege im Bikini da und schaue auf schneebedeckte Berge. Kann es schöneres geben? Ich glaube ja nicht. Die Faszination war nur leider nicht von Dauer. Ziemlich schnell hat es zugezogen, noch schneller waren wir wieder in unseren Radklamotten. Kurz vor knapp noch bei der Touristeninfo wegen einem freien Zimmer.


Was ich auf dem Weg leider nicht fotografieren konnte - irgendwie werden alle hektik wenn es zu regnen beginnt, sogar die Leute in den Autos, die es doch trocken haben - mitten im Ort auf der Hauptstraßen, an der Hauptkreuzung mussten wir stehen bleiben. Die Kühe hatten nämlich Vorrang. So ist das eben auf dem Land. Wir haben uns mit unseren Rädern dann doch vorbeigemogelt und sind dann hinter dem Misthaufen rechts abgebogen und waren in unserem Zimmer bevor der Regenschauer richtig losging.


Am nächsten Tag sah dann die Umgebung war im Nebel eingehüllt und auf dem Weg hat das Wetter beschlossen den Wetterbericht zu lesen und es hat zu regnen begonnen. Vom feinsten. Doch es bringt nichts, wir mussten ja nach Zell am See, da locket die Therme. Wir also brav weitergeradelt mit dem Gedanken im Kopf von der Besitzerin der letzten Unterkunft: "Ja, die Therme in Zell am See ist schön." Unnötigerweise. Denn an der Touristeninfo in Zell am See wurde uns gesagt, dass der Tauern Spa nicht in Zell am See ist, sondern in Kaprun. In dem Ort in dem wir unter einer Brücke standen und überlegt hatten die Freundin anzurufen, dass sie doch mit dem Zug bis Kaprun fahren solle. Tja, blöd gelaufen. Immerhin war es mit Bus / Taxi nicht weit.

Also haben wir den Tag dann im Tauern Spa ausklingen lassen und uns gefragt ob die Radwege hier so komische Routen haben oder wir einfach nur verdammt langsam sind, dass wir von Kaprun bis Zell am See so lange gebraucht haben. Ich fürchte es ist eher zweiteres...

Dienstag, Juli 15, 2014

Kirschkuchen im Donauwellen-Stil

Mein Kirschenbaum steht bei meiner Oma im Garten. Um zu Omas Garten zu gelangen muss ich mittlerweile 250 km fahren. Etwas weit für ein paar Kirschen. Vor allem ist der Kirschenbaum vermutlich leer, weil sich alle Bekannten und Verwandten einfach selber einladen und die Kirschen holen. Brav so, soll ja nix verkommen. Ab und an haue ich meine Mama dann an mir etwas von ihren tiefgekühlten Kirschen mitzugeben. Blöd ist, wenn ich die 250 km wieder nach Hause gefahren bin sind die aufgetaut und ich muss sie gleich verarbeiten. Was etwas blöd ist so am Sonntag um 20 Uhr.

Welch ein Glück, dass es auch hier in Bayern Kirschenbäume gibt. Nämlich im Garten von den Eltern meines Freundes. Was noch besser ist, dass die immer so nett sind und meinem Freund einfach einen vollen Eimer Kirschen mitgeben. Somit bin ich auch in diesem Jahr mit einem halben Eimer Kirschen beglückt worden. An einem Tag an dem ich eigentlich keine Zeit hatte die Kirschen da jetzt zu waschen und entsteinen, aber diese musste ich mir dann eben nehmen. Viel Zeit brauche ich da. Seit der letzten Kirschenernte mit extrem vielen Würmern bin ich nämlich pingelig. Jede Kirsche entkernen, halbieren und gründlichst inspizieren ob ein Wurm darin ist. Dieses Jahr hielt es sich zum Glück in Grenzen mit den Würmern.

Damit dir Kirschen nicht ewig in unserem Tiefkühlschrank bleiben habe ich gleich mal welche verarbeitet. Einen Kirschenkuchen wollte ich machen. Ein Rezept für eine vegane Donauwelle habe ich gefunden. So wirklich eine Donauwelle ist es allerdings nicht, aber wer will schon über Namenkonventionen sprechen. Egal wie der Kuchen heißt. Schmecken soll er und das tat er auch. Darum gibt es hier nun das Rezept. Der Kirschkuchen besteht aus einem Hefeteig, einer Joghurtmasse, Kirschen, Margarinecreme und Schokolade. Klingt kompliziert und aufwändig. Ist es aber gar nicht. Nur viel Warterei.


Für die Margarinecreme eine halbe Packung Puddingpulver nach Beschreibung auf der Rückseite kochen und anschließend 62 g vegane Margarine zerlassen und unterrühren. Das ganze gut abkühlen lassen. Kann einige Stunden im Kühlschrank dauern, also wirklich damit beginnen.

Für den Hefeteig einen Viertel Würfel Hefe in 120 ml warmer Haferdrink auflösen und mit 200 g Mehl verkneten. 25 g vegane Margarine zerlassen und zusammen mit 60 g Zucker zur Hefe-Mehl-Mischung geben. Gut kneten und 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Die Joghurtmasse besteht aus einer Packung Puddingpulver die mit 5 EL Haferdrink angerührt wird und anschließend mit 500 g Soja-Joghurt, 120 g Zucker, 125 g zerlassener veganer Margarine und einer Prise Salz verrührt wird.

Mein Rezept ist für ein halbes Backblech. Den Hefeteig also auf einem kleinen Backblech verteilen, die Joghortmasse darauf gießen und 600 g Kirschen (gerne auch mehr) verteilen. Bei 160 °C etwa eine Stunde backen. Lt. Rezept nur 30 Minuten, aber da war bei mir die Joghurtmasse noch komplett flüssig. Also einfach immer wieder schauen und nicht wie ich in Panik geraten. Dachte ich backe mal wieder für den Mülleimer. Nach einer Stunde sah es dann aber zum Glück besser aus. Bei mir war die Joghurtmasse am Rand etwas bräunlich und nur noch in der Mitte hatte ich leicht flüssige Stellen.

Wenn der Kuchen kalt ist bekommt die Margarinecreme ihren Einsatz. Dazu ein mal aufschlagen und dann einfach auf dem kalten Kuchen verteilen. 100 g vegane Zartbitterschokolade mit etwas Palmin schmelzen, abkühlen lassen und auf dem Kuchen verteilen. Vor dem servieren noch mal in den Kühlschrank stellen damit der Schokolade wieder fester werden kann.

Schmeckt gut, auch ein paar Tage später noch wenn alles richtig durchgezogen ist. Lasst euch nicht von der ganzen Margarine abschrecken. Ich dachte beim backen auch erst, dass ich vermutlich einen Bissen esse und dann reicht es mir. Deswegen habe ich vorsichtshalber auch mal lieber nur ein halbes Blech gemacht. War zum Glück aber nicht der Fall und der Kuchen wurde brav zwischen meinem Freund und mir aufgeteilt.

Damit die Schokoladenglasur nicht bricht soll das Messer übrigens nass gemacht werden. Hab ich mal irgendwo gelesen. Hilft bei mir wie auf dem Foto ersichtlich ist nur bedingt. Vielleicht hat wer einen anderen Tipp?

Samstag, Juli 12, 2014

12 von 12 Juli

Da ist er schon wieder der 12. und somit wieder Zeit für die 12 von 12 Aktion von Caro.


1. Es ist Samstag, also noch mal umdrehen. Soweit es halt geht mit diesem roten Kater da hinter mir. 2. Test-Tee vom Reformhaus mal ausprobieren. Keine Ahnung was Detox ist, der Tee dazu schmeckt aber nicht schlecht. 3. Spätstück also gerettet.


4. Mal überlegen was es die nächsten Tage so zu Essen gibt. 5. Kater schläft derweilen auch gerne alleine im Bett weiter. 6. Leerer Handyakku am 12. ist etwas blöd.


7. Marmelade kochen. 8. Schokolade für die Kekse geschmolzen. 9. Schokolade die nicht benötigt wurde sinnvoll verwertet.


10. Vor dem Essen gibt es die geliebte Paste für den Kater. 11. Ein paar Fotos hochladen wenn Freund mal nicht am PC spielt und somit keiner jammert, weil ich die Leitung blockiere. 12. Jetzt werde ich noch ein bisschen lernen, damit ich beim theoretischen Teil der Tauchprüfung bestehe.

Vor dem lernen schau ich aber noch ein paar Bilderchen, davorn gibt es ja genügend bei den anderen Teilnehmern der 12 von 12 im Juli

Donnerstag, Juli 10, 2014

Let's cook together: Bruschetta

Jeden Monat gibt es ein Thema das kochtechnisch umgesetzt werden soll. Immer am 10. stellen alle ihre Ergebnis auf ihren Blog und zeigen was alles möglich ist.

Genaueres kannst du dir hier durchlesen: Projekt-Seite

Gerade bin ich etwas verwirrt. Habe ich mir das Thema gesucht zum kopieren kommt es mir so ganz anders vor als ich es in Erinnerung hatte.

Sommerlaune auf dem Teller: Deine Lieblingssommerstulle!

Ich hätte schwören können, dass das Thema "Bruschetta" hieß für den Juli. Das muss auch so sein, denn von Bruschetta habe ich davor noch nie etwas gehört und mir deswegen auch ganz originell bei Chefkoch zwei Rezepte rausgesucht und diese gemacht. Ich wäre von mir beeindruckt, wenn ich beim Thema "Lieblingssommerstulle" von selbst auf Bruschetta gekommen wäre. Das erste was mir zum Thema einfällt wäre nämlich ein Brot mit Alsan und Gurken- oder Tomatenscheiben oder aber mit Champignons - letzteres ist ein Gedicht! Muss ich bei Gelegenheit mal posten das (super komplizierte) Rezept.

Sei es drum Bruschetta wurde gemacht, wurde fotografiert (wenn auch alle Fotos etwas komisch wurden, was ich natürlich erst heute bemerkt habe) und weil heute der 10. ist gibt es keine Möglichkeit mehr zum umswitschen. Müsst ihr mit leben und ich auch.


Da ich Bruschetta wie gesagt nicht kannte - und dachte das wäre das Thema - habe ich einfach zwei simple Rezepte gesucht und gemacht. Eigentlich hatte ich vor wenigstens das Ciabatta selbst zu machen, aber war ich dann doch zu faul dafür.

Die Bruschetta mit Pilzen sollte sofort verzehrt werden. Das sieht am nächsten Tag weder appetitlich aus, noch schmeckt es appetitlich. Frisch zubereitet war es aber der Favorit von meinem Freund. Rezept ist simpel. 80 g Champignons putzen und fein würfeln, diese in 25 g Margarine braten. Eine halbe Knoblauchzehe dazupressen und mit Thymian, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das klassische Bruschetta mit Tomaten habe ich 3 Tomaten klein gewürfelt und mit kleingeschnittenem Basilikum, Oregano, Salz und 4 EL Olivenöl verrührt.

Am ersten Tag habe ich das Ciabatta gebacken und dann gleich warm geschnitten und mit einer halben Knoblauchzehe eingeriben. Die (der? das?) Bruschetta darauf verteilen und noch warm essen. Am nächsten Tag habe ich das Ciabatta dann in einer Pfanne mit Olivenöl leicht bräunen lassen. Schmeckt ebenfalls gut. Auf alle Fälle kann ich mir Bruschetta auf kaltem Brot nicht so wirklich vorstellen. Das mit den Tomaten könnte es ab jetzt häufiger mal geben. Das mit den Pilzen mach ich lieber wieder anders.

Damit ich beim nächsten Sommerausbruch gewapnet bin schaue ich mich jetzt mal um was ich mir noch so aufs Brot machen kann: Let's cook together Juli

Sonntag, Juli 06, 2014

Paige Toon - Chasing Daisy


eBook, 392 Seiten (Printausgabe)

Erscheinungsjahr: 2009

ISBN: 978-184-739-9526
Printausgabe: 978-184-739-3906

Verlag: Simon & Schuster UK

Titel der deutschen Ausgabe:
Einmal rund ums Glück



Chasing Daisy ist nun mein vierter Roman den ich von Paige Toon lese. Es macht immer wieder Spaß. Habt auch keine Angst ihre Bücher auf Englisch zu lesen. Das Englisch ist wirklich leicht verständlich. Sind vielleicht eine Hand voll Wörter die ich mal nachschlagen muss weil sie eher umgangssprachlich sind und ich in der Schule sowas nicht wirklich gelernt habe. Also wirklich verkraftbar behaupte ich mal.

Auch in diesem Buch dreht sich wieder alles um eine Frau und die Männer. Immerhin schreibt Paige Toon ja auch Chick-Lit Bücher, wie es so schön auf Neu-Deutsch genannt wird. Mir scheint es dreht sich in allen Büchern von Paige Toon um eine Frau und zwei Männer. Zumindest war es bisher in allen vier Büchern die ich von ihr gelesen habe so. Dieser Roman ist aus der Sicht von Daisy geschrieben. Wer Johnny Be Good (Du bist mein Stern) gelesen hat der kennt Daisy bereits - allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, dass Johnny Be Good davor gelesen wird. Chasing Daisy ist ein in sich abgeschlossenes Buch.

Daisy arbeitet als Front-House-Girl bei der Formel 1. Ob das bei der Formel 1 wirklich so zugeht wie im Buch beschrieben? Ich weiß es nicht. Es wird viel gefeiert, getrunken und nur in den besten Hotels übernachtet. Sind ja schon mal einige Klischees der Formel 1 abgedeckt würde ich sagen. Wie bei jedem Formel 1 Team gibt es natürlich auch zwei Fahrer. Wie soll es sein natürlich zwei wirklich gut aussehende Fahrer die auch noch sympathisch sind und mit den Kollegen auch mal einen heben am Tag vor dem Rennen. Das fand ich etwas seltsam, aber sei es drum. Irgendwas ist ja bei diesen Chick-Lit Büchern immer etwas seltsam.

Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive von Daisy geschrieben. Auch bei diesem Buch kann und will ich nicht wirklich viel über die Geschichte erzählen. Egal wie ich es formuliere, irgendwie verrate ich ja doch irgendwas. Wer Bücher von Paige Toon kennt, wer Chick Lit mag, der mag auch dieses Buch. So viel steht wohl mal fest behaupte ich. Es gibt etwas zu lachen, zum schmunzeln, zum aufregen, zum Kopf schütteln und auch etwas zu weinen. Tatsächlich habe ich ein paar Tränchen verdrückten müssen an der einen oder anderen Stelle.

Nun komme ich aber zu einem kleinen Dilemma bei der Reihenfolge der Bücher. Ich habe ja nach Johnny Be Good gleich Baby Be Mine (Diesmal für immer) gelesen. Das war für mich die optimale Reihenfolge, denn in Chasing Daisy wird tatsächlich das verraten um das es bei Baby Be Mine eigentlich geht, also das was ich mitunter interessant fand.
Allerdings jetzt die blöde Nachricht: Bei Baby Be Mine kommt auch ein Hinweis darauf wie das Buch Chasing Daisy ausgeht. Auch wenn ein Name bei Chasing Daisy interessanterweise anders geschrieben wird als bei Baby Be Mine. Sei es drum, ich fürchte wenn die zwei Bücher zeitnah gelesen werden ist das nicht so tragisch. Bei mir waren zwei Jahre zwischen den beiden Büchern, da ist es mir erst wieder am Ende dunkel in Erinnerung gekommen und ich habe jetzt extra noch mal für euch nachgelesen - dank eBook klappt die Suche ja recht zügig.

Daher ist eine Empfehlung wie die Bücher gelesen werden sollten irgendwie blöde. Wenn die Bücher wirklich zeitnah gelesen werden würde ich eher zu der chronologischen Reihenfolge tendiren, sprich Johnny Be Good, Chasing Daisy und dann Baby Be Mine. Grund ist einfach, dass das was bei Chaising Daisy über Baby Be Mine verraten wird zwar blöd ist, aber eigentlich ist das schon von vornherein klar und nicht unbedingt DAS Thema um das es darin geht. Bei Baby Be Mine wird da doch was essentielleres verraten. Das ist allerdings ganz alleine meine Meinung - und wie gesagt bei mir waren ja auch schon zwei Jahre zwischen den Büchern, also könnte das auch etwas verschwommen sein die Erinnerung.

Was auf alle Fälle nicht geht ist, dass das Buch gar nicht gelesen wird. Mich hat der Roman von Paige Toon wieder total begeistert und ich habe mir vorgenommen bis zum nächsten Roman keine zwei Jahre zu warten!


Donnerstag, Juli 03, 2014

Von Tieren, Menschen und Skulpturen

Von der Radtour bin ich mittlerweile zurück. Zeit für einen Beitrag hatte ich allerdings noch nicht. Zum Glück habe ich noch viele schöne Blumenbilder. Sind dann aber auch die Letzten. Außer ich suche noch welche raus. Paar hätte ich ja schon noch. Dann kann ich den Titel bald in "Mein kleines Blumenuniversum" umbenennen.

Wobei dann irgendwann würde das hier alles so einstauben wie diese Teile hier - was ist das? Dazu habe ich nämlich keine Beschreibung gefunden obwohl ich das ja mal interessant fände. Ich grüble nach wie vor ob das Spinnweben sind, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Was ist das aber sonst?


Eventuell ja ein Sicherheitsnetz, damit sie nicht von Bienen belästigt werden? Das könnte ich durchaus verstehen. Mir sind die nämlich auch nicht so recht Geheuer. Dennoch habe ich mal versucht ein paar zu fotografieren. Ich sollte noch etwas üben.


Wobei die Blumen ohne Getier doch auch schick sind. Da muss ich auch nicht so lange warten und ruhig stehen um niemanden zu verjagen.


Skulpturen eignen sich da aber auch ganz gut. Die sind geduldig mit mir.


Manche Skulpturen lächen mir auch dann noch so nett zu oder sind so farbenfroh, dass sie ich jedes mal wenn ich das Foto sehe gut gelaunt bin.


Nach acht Stunden rumgehen, rumsitzen, fotografieren und zwischendurch schaukeln wollten wir uns nur noch hinsetzen. Hätten uns eventuell zu der Oma setzen sollen. Die saß da so ganz einsam und verlassen. Fand ich wirklich gemein.


War in der Sonne aber doch zu warm, so dass wir uns ein Plätzchen im Schatten unter einem Baum gesucht haben.