Montag, Mai 05, 2014

Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods

oder warum das Universum keinen Plan hat

Originaltitel: The Universe Versus Alex Woods
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Deutsch von Alexnadra Ernst

Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 480 Seiten

Erscheinungsjahr: 2014

ISBN: 978-3-8090-2633-4

Verlag: Limes Verlag


Mit 17 Jahren wird Alex bei der Einreise in seine Heimat England von der Polizei aufgehalten. Er wird polizeilich gesucht, trägt Canabis bei sich und hat eine Leiche auf dem Beifahrersitz. Nicht gerade die Besten Voraussetzungen für eine Unschuldsvermutung. Dass er auch noch zugibt das Canabis selbst angebaut und geerntet zu haben ist wohl auch nicht gerade die beste Aussage. Könnte man meinen. Denn ist es schlimm die Wahrheit zu sagen? Eine Wahrheit hinter der sich so vieles mehr verbirgt als in ein paar Minuten eines Verhöres gesagt werden kann. Deswegen erzählt Alex Woods seine Geschichte von Anfang an.

Dieses "von Anfang an" kann hier wirklich mal wörtlich genommen werden. Er fängt zwar nicht bei seiner Geburt an zu erzählen, aber doch relativ weit vor den eigentlichen Ereignissen die ihn in die Hände der Polizei gebracht haben.
Was sich erst mal sehr zäh anhört fand ich anfangs wirklich eine gute Idee. So lerne ich Alex besser kennen. Wie er so lebt, was ihn ausmacht, welche Freunde er hat. Das macht die Geschichte auch irgendwie spannend, denn ich wusste nicht wirklich was mich bei dieser Geschichte erwartet. Eigentlich wusste ich es überhaupt nicht. Ich habe mal auf irgendwelche Irrungen und Wirrungen getippt. Doch irgendwie kamen diese nicht so wirklich.

Stattdessen kam eine Geschichte über den Tod, über Sterbehilfe um genauer zu sein. Das hätte ich ja nun nicht wirklich erwartet muss ich sagen. Leider war die Überraschung allerdings auch nicht so bombastisch, dass mich das Buch unheimlich mitgerissen hätte. Ganz im Gegenteil eigentlich. Als dann wirklich schwarz auf weiß klar war um was es geht fand ich das Buch stellenweise ein wenig langatmig.

Fand ich das wissenschaftliche Interesse von Alex anfangs noch interessant und habe es gerne gelesen was er da so alles gelernt hat fand ich es später etwas mühselig. Es kamen auch immer wieder Personen oder Situationen bei denen mir nicht ganz klar war warum dies für die Geschichte relevant ist. Doch vermutlich ist es einfach so, dass nicht alles im Leben immer relevant ist, aber doch dazu gehört wenn jemand sein Leben erzählt. Ob ich das nun in einem Roman lesen muss ist eine andere Sache.

Die Gestaltung des Hardcovers ist dem Verlag meiner Meinung nach gut gelungen. Der gelbe "Strahl" der auf den ersten Blick für mich aussah wie ein Wegweiser oder ein Finger der auf jemanden zeigt entpuppt sich relativ bald als Meteroit der Alex als er jung war getroffen hat und sein Leben wie es ist bestimmt hat.
Die Stadt die außen gezeichnet ist setzt sich auf der ersten und letzten Doppelseite des Buches fort. Mit sowas bin ich ja immer sehr schnell zu haben muss ich gestehen. Ist einfach stimmig.



Auf alle Fälle ist Das unerhörte Leben des Alex Woods ein Buch das nicht einfach so mal eben nebenbei runtergelesen werden kann. Das ist mir nach einigen Seiten klar geworden. Es ist ein ruhiges Buch das auf alle Fälle das eine oder andere mal zum nachdenken anregt.

Kommentare:

  1. Ich hab das auch noch hier liegen.....nach deiner Rezi bin ich allerdings total unsicher, ob ich das überhaupt noch lesen will :D

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  2. Ach einen Versuch ist es doch wert. ;-) Gibt einige die total begeistert waren von dem Buch.

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