Freitag, Mai 30, 2014

Zitronen-Thymian-Kuchen oder eine Frage der Perspektive

Zeitweise gibt es Rezepte in Büchern die würde ich zu gerne machen, aber es gibt Zutaten die ich nirgends auftreiben kann. Manchmal ist das ja egal, doch wenn über dem Rezept "Zitronen-Thymian Kuchen" steht wäre es doch etwas seltsam den Zitronen-Thymian einfach zu ersetzen. Meine Mama gehört zu dieser seltsamen Spezies. Sie hat den Kuchen einfach kurzerhand mit Zitronenmelisse gemacht. Das duftet sage ich euch. Herrlich!

Wie auch immer am nächsten Tag hatte sie Geburtstag. Papa wollte ihr Blumen schenken. Doch tatsächlich gab es keine Blumen mehr, nur noch Kräuter hatte der Gärtner anzubieten. Und was war dabei? Zitronen-Thymian! Ich wette hätte sie den Kuchen nicht einen Tag zuvor gemacht wäre ihr der Zitronen-Thymian nicht aufgefallen.


Gut, dass ich gerade an diesem Wochenende zu Hause bei meinen Eltern war. So bin ich endlich zum Zitronen-Thymian gekommen und konnte den Kuchen machen wie es sich gehört - also beinahe.

Hat auch wieder ganz gut geklappt das Rezept der hummingbird bakery zu "veganisieren". Ich vermute, dass das was schief gegangen ist nicht daran lage, dass ich das Rezept umgewandelt habe. Eventuell lag es eher daran, dass ich den Sirup nicht lange genug eingekocht habe oder dass ich erst als der Kuchen beinahe kalt war draufgekommen bin, dass der Sirup eigentlich gleich über den noch heißen Kuchen gehört.


Dafür, dass ich befürchtet hatte einen Suppen-Kuchen zu bekommen sieht der Kuchen doch ganz gut aus. Hätte ich nur das erste Foto gezeigt hätte ich euch erzählen können, dass alles perfekt war. Doch perfekt ist langweilig. Ein Teil von meinem Kuchen ist in der Form geblieben. Der Teil schmeckt übrigens immer am Besten der in der Form kleben bleibt. Doch auch der schiefe Kuchen von Niederbayern ist wirklich gut und ein wirklich erfrischender und saftiger Kuchen für den Sommer. Wenn der Sommer denn dann auch mal wieder kommen sollte.

Montag, Mai 12, 2014

12 von 12 Mai

Im April habe ich ja ausgesetzt. Eigentlich hatte ich vor im Urlaub meine 12 Bilder zu machen und nachzureichen, aber tatsächlich ist mir erst am Abend vom 12. eingefallen, dass der 12. ist. So ist das halt im Urlaub. Dafür gibt es ja jede Menge Fotos vom Urlaub zB hier oder hier oder hier unter Wasser oder hier tierisch über Wasser oder doch doch hier. Aber heute geht es wieder um die 12 von 12 Aktion von Caro.


1. Charlie seinen Trinkbrunnen anmachen. 2. Deswegen stehe ich nun im Stau. 3. Essen kontrollieren ob ich alles mitgenommen habe.


4. Da wir vom Essen reden gleich mal die MyMüsli-Bestellung abholen. 5. Das viele gehen macht hungrig. Gab Linsen-Bananen-Curry mit Wildreis. 6. Nachdem ganzen Bauch vollschlagen endlich FEIERABEND!


7. Erst noch schnell tanken fahren. 8. Da geht plötzlich die Welt unter. 9. Beim Einkaufen ist es zumindest von oben wieder trocken.


10. Zu Hause ist es dann sogar schon wieder sonnig. Aprilwetter heute. 11. Ich gehe immern ur einkaufen, damit der Kater was zum spielen hat. 12. Nun wisst ihr was ich die nächsten Tage mache. Alle Fotos wieder suchen. Das hat man davon wenn man im Album an den Einstellungen rumspielt...

Jetzt gehe ich mal schauen ob bei den anderen auch so ein komisches Aprilwetter war. Schaut doch mit: 12 von 12 Mai

Sonntag, Mai 11, 2014

American Chocolate Chip Cookies

Was so ein Blog sich alles merkt. Vor gut einem Jahr habe ich schon mal Cookies gemacht. Daran konnte ich mich gar nicht mehr erinnern als ich im April anlässlich meines Geburtstages am überlegen war was ich den Kollegen mitbringen sollte. Es sollte etwas sein was nicht viel Aufwand ist und sich leicht transportieren lässt.

Als ich dann mein Geschenk von den Kollegen bekommen habe in dieser tollen Bonboniere hatte sich die Überlegung erledigt. Es sollten Cookies werden. Solche die innen noch ganz weich sind.


Gesagt getan. Wieder ein Rezept gefunden. An das Alte konnte ich mich ja nicht mehr erinnern. Gut so! Ich glaube nicht, dass das Rezept das ich 2013 ausprobiert habe sooo gut war. Daran hätte ich mich doch wohl erinnert.

Weil ich ja nie was backe wie es im Rezept steht - ich kann keine Eier aufschlagen, alleine der Gedanke da schüttelt es mich - habe ich natürlich auch dieses wieder abgewandelt. Ich habe 2 EL Maismehl mit 6 EL Wasser vermengt. Zu dem Maismehl-Wasser Gemisch kommen 130 g weißer Zucker und anschließend 150 g brauner Zucker. Wenn das ordentlich gemischt ist kommen 1 TL Salz und 1 TL Backpulver hinzu. Solange rühren bis keine weißen Flecken mehr zu sehen sind. Die 200 g Margarine habe ich derweilen im Wasserbad geschmolzen. Muss nicht vollständig sein, aber kann ruhig zum Großteil flüssig werden. Die weiche Margarine dazugeben. Wieder rühren bis alles gemischt ist und dann kommen 380 g Mehl hinzu. Hört sich viel an, sieht noch viel mehr aus, aber das passt tatsächlich so. Am Ende noch 200 g Schoko Tropfen untermischen.


Wenn der Teig fertig ist den Ofen schon mal auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorwärmen. Dann geht es ans Kugeln formen. Ich habe aus dem Teig 20 Kugeln geformt. Diese auch als Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Kein flach drücken oder sonst irgendwas ist nötig. Ich habe die Cookies dann 20 Minuten auf der mittleren Schiene gebacken. Sie sind beim rausnehmen noch relativ weich. Auf dem Backblech auskühlen lassen. Die werden noch fest und lassen sich dann gut hochheben.

Das Rezept ist wirklich genial! Ich habe auch noch welche mit Haselnüssen gemacht für die nicht Schoko-Fans. Und auch eine Luxus-Version mit Macadamia und weißer Schokolade. Alles sehr lecker! Wenn ihr wie ich keine ungesalzenen Macadamias findet könnt ihr die einfach abwaschen. War gar kein Problem und jedem hat es geschmeckt. Haben sie zumindest gesagt. Auch wenn sich alle beschwert haben, dass das sicher sooo viele Kalorien sind. Sollen sich nicht in die Hosen machen. Ein Glas Milch dazu und alle Sorgen über die bösen Kalorien sind vergessen.


Wenn ihr aus dem Teig 20 Cookies macht hat ein Cookie übrigens 252,8 kcal (die Variante mit Schoko Tropfen). Falls das irgendwen tatsächlich interessieren sollte.

Freitag, Mai 09, 2014

Sooo schön war's

Ihr dachtet doch nicht etwa ich bin schon fertig mit den Fotos? Falsch gedacht. Mich hat nur der Alltag wieder. Wenn der Alltag dann so richtig regnerisch ist und frisch, dann wünsche ich mich zurück in den Urlaub.


An das wunderschöne Meer.


An den wunderbaren Ausblick den wir jeden Tag erleben durften. (Okay, die Liegen hätten bequemer und schöner sein können...)


Die Ruhe die dort zu Hause war.


Die Inselumrundungen von 15 Minuten - inklusive Pausen versteht sich, wir sind ja immerhin im Urlaub.


Auch wenn es scheint als wären wir ganz alleine gewesen. Es gab doch noch ein paar andere Urlaub mit denen wir uns gnädigerweise die Insel geteilt haben. Sehr ihr da ein paar Köpfe im Wasser? Da hat man auch die meisten Menschen angetroffen. Im Wasser.


Hier war tagsüber so gut wie niemand. Warum wohl keiner das Beachvolleyball Feld in der prallen Sonne genutzt hat? Vermutlich gab es keinen Ball. Das wird es sein.


Selbst beim Sonnenuntergang haben sich alle brav verteilt damit niemand wen anderen auf dem Foto hatte.


Zum Sonnenaufgang haben wir es nie geschafft. Wir waren froh wenn wir zum Frühstück aus den Federn gekommen sind.

Das waren auch schon ein paar kleine Impressionen aus unserem Urlaub. Wenn ich mir die Fotos so ansehe, dann glaube ich an dem was uns unsere Urlaubsbekanntschaft gesagt hat ist was dran: "Wer ein mal auf den Malediven war will immer wieder hin."

Mittwoch, Mai 07, 2014

Der Versuch der Sportlichkeit: ... oder bin ich es schon?

Da laufe ich bei einem Lauf mit und schon werde ich Größenwahnsinnig. Ja so bin ich. Ja das macht der Sport mit mir. Nein, das macht nicht der Sport mit mir. Das macht die Gemeinschaft mit mir. Das machen die anderen Läufe. Diese Euphorie. Dieses Mitreißende. Doch ich fange mal von vorne an.

Im März habe ich mich mit zwei Freundinnen getroffen zum Sport machen. Nicht zum laufen, sondern mal zum "Kraftsport". Also so à la Freeletics, Cross Fit oder wie es alles heißt. Also Cross Fit in abgespeckter Form. Eine Freundin hat uns zweien gezeigt was die beim Cross Fit so machen um sich aufzuwärmen. Danach waren wir k.o.
Beim zusammensitzen und quatschen danach - was vermutlich länger war als das Training an sich - kamen wir wieder zum Thema Laufen. Immerhin haben wir drei uns darüber auch kennen gelernt. Dank den zweien bin ich zu meinem ersten (und letzten) Triathlon gekommen und letztes Jahr endlich zu den Laufveranstaltungen.
Da sitzen wir also und ich höre etwas von Red Bull Event. Da werden meine Ohren ganz groß. Ich mag den Energydrink ja gar nicht, die Cola dafür mag ich gerne und die Marke finde ich - warum auch immer - großartig. Vermutlich weil die so ein sportliches Image haben. Diese ganzen Extremsportarten sind doch einfach interessant. Wer würde das nicht gerne machen? Also wenn meiner einer sportlich wäre und mutiger, viel viel mutiger, ich wäre ja sofort dabei.
Doch es geht dieses mal nicht um Extremsportarten. Es ist nicht mal von Red Bull selber. Sondern es geht um eine neue Laufveranstaltung die Wings for Life ins Leben gerufen hat.

Wer Wings for Life nicht kennt geht entweder auf die Homepage Wings for Life oder in zwei kurzen Sätzen gefasst: Wings for Life ist eine gemeinnützige Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen. Die treibenden Kräfte hinter Wings for Life sind der Motocross Weltmeister Heinz Kinigadner und der Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz.

Laufen für den guten Zweck? Das hört sich doch gut an. Nachdem ich gelesen habe wie der Lauf abläuft war ich restlos begeistert. Normalerweise gibt es einen Start, dann laufen alle bis zu einer Zielline. Doch nicht mit Wings for life. Die haben sich etwas neues ausgedacht. Es gibt eine Startlinie, aber keine Ziellinie. Also zumindest nicht so wie wir sie kennen. Die Ziellinie ist nicht vor einem, sondern sie überholt einen von hinten! Ihr habt schon richtig gelesen. Die Ziellinie ist nämlich ein Auto, ein so genannte Catcher Car. 30 Minuten nach dem Start startet das Catcher Car mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Immer wieder wird die Geschwindigkeit erhöht und wer vom Catcher Car überholt wird hat das Rennen beendet.

Das ist doch mal was neues. Kein Druck, dass ich diese x km für die ich mich angemeldet habe laufen muss. Kein Druck, dass hinter mir das Besenauto fährt weil ich zu langsam bin. Ich kann einfach testen wie weit ich komme. Finde ich eine gute Idee.

Als wäre das noch nicht genug hat Wings for Life noch einen drauf gesetzt. Das Rennen findet nicht nur an einem Standort statt, sondern weltweit an 34 Standorten! Alle Starten gleichzeitig. Tausende von Läufern! Alle mit einem Ziel: Querschnittslähmung heilbar zu machen. Denn 100 % der Startgebühren fließen in die Stiftung Wings for Life.

So fiel also am 04.05.2014 um 12:00 (Österreichischer Zeit) für tausende Sportler weltweit das Startsignal. Die Stimmung war grandios. Obwohl es nicht darum ging so schnell wie möglich zu sein haben doch alle ihr Bestes gegeben. Die Strecke in St. Pölten war klasse. Immer wieder standen Zuschauer die einen angefeuert haben. Wirklich ein tolles Erlebnis.

Auch wenn der gute Zweck im Vordergrund stand hatte ich natürlich doch ein kleines Ziel. Also so ganz ohne Ziel laufen geht ja dann auch nicht irgendwie. Die 5 km mussten unbedingt sein. Also wenn ich die nicht geschafft hätte, ich hätte meine Laufschuhe weggeschmissen. Die 8 km hatte ich offiziell angegeben, da dachte ich mir die sind schon drinnen. Für mich persönlich hatte ich ein zweistelliges Ziel gesetzt: 10 km! War eine Herausforderung. Über eine Stunde eine Pace laufen die ich sonst maximal 40 Minuten laufe. Ich fand es herausfordernd.
Als dann bei 9,8 km das erste Rad kam, dass uns das Catcher Car angekündigt hat und wir rechts laufen mussten habe ich also noch mal Gas gegeben. Die 10 mussten einfach drinnen sein und *tada*


10,35 km! *oh yeah* Bin ich nun sportlich? Ein bisschen stolz bin ich auf mich - lacht ihr nur. Sportlich finde ich mich nicht wirklich. Irgendwie bin ich trotzdem immer etwas enttäuscht. Hab ich mich doch nicht genug angestregend? Wäre noch mehr drinnen gewesen?

Wie auch immer ich bin jetzt motiviert zum weitertrainieren. Das habe ich wirklich dringend gebraucht. In drei Wochen ist nämlich schon der Frauenlauf. Da heißt es dann für mich persönliche Bestzeit auf 5 km knacken. Drückt mal die Daumen, dass das klappt!

Montag, Mai 05, 2014

Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods

oder warum das Universum keinen Plan hat

Originaltitel: The Universe Versus Alex Woods
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Deutsch von Alexnadra Ernst

Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 480 Seiten

Erscheinungsjahr: 2014

ISBN: 978-3-8090-2633-4

Verlag: Limes Verlag


Mit 17 Jahren wird Alex bei der Einreise in seine Heimat England von der Polizei aufgehalten. Er wird polizeilich gesucht, trägt Canabis bei sich und hat eine Leiche auf dem Beifahrersitz. Nicht gerade die Besten Voraussetzungen für eine Unschuldsvermutung. Dass er auch noch zugibt das Canabis selbst angebaut und geerntet zu haben ist wohl auch nicht gerade die beste Aussage. Könnte man meinen. Denn ist es schlimm die Wahrheit zu sagen? Eine Wahrheit hinter der sich so vieles mehr verbirgt als in ein paar Minuten eines Verhöres gesagt werden kann. Deswegen erzählt Alex Woods seine Geschichte von Anfang an.

Dieses "von Anfang an" kann hier wirklich mal wörtlich genommen werden. Er fängt zwar nicht bei seiner Geburt an zu erzählen, aber doch relativ weit vor den eigentlichen Ereignissen die ihn in die Hände der Polizei gebracht haben.
Was sich erst mal sehr zäh anhört fand ich anfangs wirklich eine gute Idee. So lerne ich Alex besser kennen. Wie er so lebt, was ihn ausmacht, welche Freunde er hat. Das macht die Geschichte auch irgendwie spannend, denn ich wusste nicht wirklich was mich bei dieser Geschichte erwartet. Eigentlich wusste ich es überhaupt nicht. Ich habe mal auf irgendwelche Irrungen und Wirrungen getippt. Doch irgendwie kamen diese nicht so wirklich.

Stattdessen kam eine Geschichte über den Tod, über Sterbehilfe um genauer zu sein. Das hätte ich ja nun nicht wirklich erwartet muss ich sagen. Leider war die Überraschung allerdings auch nicht so bombastisch, dass mich das Buch unheimlich mitgerissen hätte. Ganz im Gegenteil eigentlich. Als dann wirklich schwarz auf weiß klar war um was es geht fand ich das Buch stellenweise ein wenig langatmig.

Fand ich das wissenschaftliche Interesse von Alex anfangs noch interessant und habe es gerne gelesen was er da so alles gelernt hat fand ich es später etwas mühselig. Es kamen auch immer wieder Personen oder Situationen bei denen mir nicht ganz klar war warum dies für die Geschichte relevant ist. Doch vermutlich ist es einfach so, dass nicht alles im Leben immer relevant ist, aber doch dazu gehört wenn jemand sein Leben erzählt. Ob ich das nun in einem Roman lesen muss ist eine andere Sache.

Die Gestaltung des Hardcovers ist dem Verlag meiner Meinung nach gut gelungen. Der gelbe "Strahl" der auf den ersten Blick für mich aussah wie ein Wegweiser oder ein Finger der auf jemanden zeigt entpuppt sich relativ bald als Meteroit der Alex als er jung war getroffen hat und sein Leben wie es ist bestimmt hat.
Die Stadt die außen gezeichnet ist setzt sich auf der ersten und letzten Doppelseite des Buches fort. Mit sowas bin ich ja immer sehr schnell zu haben muss ich gestehen. Ist einfach stimmig.



Auf alle Fälle ist Das unerhörte Leben des Alex Woods ein Buch das nicht einfach so mal eben nebenbei runtergelesen werden kann. Das ist mir nach einigen Seiten klar geworden. Es ist ein ruhiges Buch das auf alle Fälle das eine oder andere mal zum nachdenken anregt.