Donnerstag, April 03, 2014

Der Versuch der Sportlichkeit: ... aber das geht nicht.



Laufen ist nicht einfach. Schnell laufen noch viel weniger. Das ist auch der Grund warum ich lange langsam gelaufen bin. Anders ist es doch viel zu anstrengend! Das kann doch nicht gesund sein wenn ich klinge wie im Por… eine Dampflock.

Außerdem habe ich immer und überall gelesen „Langsam laufen, die Sehnen und Gelenke müssen sich erst daran gewöhnen.“ Ich habe meinem Körper halt ein paar Jährchen mehr Zeit gegeben. Sicher ist sicher, was?

Immer wenn ich überlegt habe es doch zu probieren mit dem schneller laufen habe ich dann gelesen „Das Tempo kommt von ganz alleine.“ Na passt, dann brauch ich mich ja nicht quälen.
Doch Pustekuchen. Bei mir kam kein Tempo. Ich bin immer vor mir hergelaufen und habe nie wirklich gemerkt, dass da was schneller wird. Langsam laufen war nach wie vor angenehm, schnell war anstrengend.

Vor einer Woche hat nun aber endgültig mein Tempotraining begonnen. Der nächste Wettkampf steht an, meine Wunschzeit steht schon lange fest. Da muss ich nun einen Zahn zulegen – nicht einen kleinen Zahn, so einen Stoßzahn vom Elefanten trifft es eher.

Um zu wissen wo ich überhaupt stehe hieß es also „einfach mal“ so schnell zu laufen, dass ich zwar außer Atem bin, aber auch nicht gleich sterben möchte oder mich an den Straßenrand stelle um mir mein Essen des Tages durch den Kopf gehen zu lassen. (Als würde ich mich jemals so weit antreiben können.)
Soll ich euch etwas sagen? Schnell laufen IST anstrengend. Doch schnell laufen macht Spaß. Tatsache. Bei meinen langsamen Läufen – die auf dem Plan dem Tempo von meinen früheren „Tempoläufen“ entsprachen – fühle ich mich als würde ich stehen. Obwohl ich dann meist noch langsamer muss, weil ich zu schnell wäre. Wäre hätte das gedacht. Jedes Mal frage ich mich wie ich das früher NOCH langsamer geschafft habe.

Um mich wieder auf den Boden der Realität zu holen laufe ich nun ein Mal die Woche den Berg hoch. Und jedes Mal verspottet mich der Berg. Er zwingt mich langsam zu laufen. Wirklich langsam. Meine Pace steigt somit und ich freue mich ausnahmsweise, wenn es endlich mal wieder bergab geht auf meinem Weg.

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