Sonntag, April 27, 2014

Madoogali oder doch Isla Nublar?

Wer Jurassic Park kennt kann sicherlich etwas mit der Isla Nublar anfangen. Dinosaurier haben wir zwar keine gesehen, aber doch viel mehr Tiere als ich eigentlich dachte. Sogar Hühner und Hähne gab es auf der Insel. Ohne Scheiß. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Von denen habe ich allerdings keine Fotos gemacht, die waren auch relativ Menschenscheu. Ab und an sind sie über den Weg geflitzt, aber dann ganz schnell wieder im Gebüsch verschwunden.

Dafür waren die Vögel dort umso neugieriger.

Die Weissbrust-Kielralle ist ein typischer Vogel auf den Malediven. Wobei wir nie davon einen haben fliegen sehen. Die sind immer nur über den Weg gehopst. Sieht wirklich sehr lustig aus wenn die da mit einem Affenzahn davonlaufen. Meist aber sind sie auf den Menschen aber recht neugierig. Was vermutlich auch daran liegt, dass einige Touristen die Tiere dort brav füttern. (Wir haben uns an das Futterverbot gehalten möchte ich mal klarstellen.)

Diese Tierchen sind sicherlich einigen aus anderen Urlaubsdestinationen bekannt. Wir haben sie zum ersten mal in Griechenland gesehen. Auf den Malediven haben sich immer 4-5 Hausgeckos einen Bungalow geteilt. Zumindest die Bungalows an denen das Licht außen gebrannt hat. Was auch wirklich ratsam ist das Licht brennen zu lassen. Wir haben in der letzten Nacht das Licht mal ausgeschalten - fragt mich nicht warum. Das Resultat war, dass wir morgens gegen 4 Uhr geweckt wurden von einem jämmerlichen Gemecker. Erst als wir beim Frühstück unsere Urlaubsbekannten fragten was das wohl war haben sie uns aufgeklärt: Diese Hausgeckos jammern wenn das Licht abgedreht wird, weil somit keine Insekten kommen die sie Essen können. Was hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass unsere Hausgeckos in der letzten Nacht nicht satt wurden. Für das nächste Mal also merken: Licht anlassen.

Auch diese Tierchen kennt wohl jeder der schon mal am Meer war. Die ersten Tage haben wir die nur Nachts gesehen. Gegen Ende hin dann aber auch Vormittags immer häufiger. Wobei sich die meisten sofort ihn ihre Löcher verdrückt haben sobald sie auch nur Vibrationen gespürt haben oder gar einen Menschen gesehen. War äußerst amüsant beim Foto machen. Die ersten Male hat nur ein Auge rausgeschaut und *zack* wieder rein ins Loch. Irgendwann ist er dann mutiger geworden der kleine Kerl.

Obwohl wir auf einer Barfuss-Insel waren (dh nur Sandwege) hatten wir nachts doch lieber unsere Flip Flops an. Immer wieder haben wir einen schwarzen Schatten vor uns über den Weg huschen gesehen. So sehr ich mich an diese Tiere mittlerweile gewöhnt habe, solche Riesenexemplare sind mir dann doch nicht Geheuer wenn ich sie nicht sehen kann.

Da fand ich diese Tierchen dann schon wieder angenehmer. Im Gegensatz zu den Hausgeckos sind diese am Tag rumgelaufen. Wir haben zu denen immer Chamäleons gesagt oder sind es doch Leguane? Ihr seht mein Freund ist genauso ein Biologie-Genie wie ich. In Wirklichkeit sind das nämlich Agamen. Immerhin als Reptilie haben wir es erkannt. Ich hoffe also es hat uns damals niemand über diese Tiere reden hören. Das nächste mal also lieber vor dem Urlaub informieren was dort so kreucht und fleucht. Doch ich hätte niemals geahnt, dass auf so einer Insel so viele Tiere rumlaufen.

Auch geflogen sind einige Tiere. Leider haben wir die auf kein Foto bekommen. Eines Nachts flog ein riesen Vogel über unseren Köpfen. Als wir dann in die Bäume geleuchtet haben hing da kopfüber ein Tier. Kein Edward. Ein Flughund! Haben dann gleich mal unseren Kellner gefragt ob das wirklich ein Flughund ist. Tatsächlich waren das welche. Er hat mir dann aber gleich versichert, dass diese keine Blutsauger sind. Gut, weil ich hätte sowieso kein Blut mehr gehabt so viele Stiche/Bisse wie ich hatte. Ich glaube alle Gelsen auf der Insel mochten nur mein Blut. Außer mir hatte nämlich sonst keiner Probleme.

Freitag, April 25, 2014

Einmal Lufholen bitte

So schön die Inseln auf den Malediven auch sind. Eigentlich sind wir dorthin wegen der Unterwasserwelt. Ich liebe Wasser. Ich liebe schnorcheln und seit den Malediven liebe ich auch tauchen. Bin seitdem am überlegen ob ich nicht doch einen Tauchschein machen soll. Blöd nur, dass hier nicht wirklich viel mit tauchen ist.

Bevor ich euch die Fotos zeige: Das Wasser sieht auf allen Fotos irgendwie dreckig aus. Dem war eigentlich nicht so - außer an einem Tag. Keine Ahnung was da los war, da bin ich so übers Riff geschnorchelt, habe ein Stück nach oben gesehen und da war wirklich grauenhaftes Zeugs. Keine Ahnung was es war, konnten uns auch andere Schnorchler nicht sagen.
Auf alle Fälle also nicht täuschen lassen hier von dem dreckig wirkendem Wasser. Ich war bei den Fotos leicht erschrocken, weil außer Plankton war das Wasser nämlich sehr klar und schön.

Jetzt aber zur kleinen Unterwasser-Unterrichtsstunde. Wenn ich was Falsches schreibe informiert mich bitte!

Unser Bungalowfisch Johnny Von Da Drüben. Der schwamm immer auf dem Strandstück vor unserem Bungalow rum. Natürlich jeden Tag der Gleiche, das habe ich ganz genau gesehen. Johnny gehört zu den Drückerfischen.

Wenn der Drückerfisch einen beißt, dann ganz schnell den Doktorfisch suchen. Die können euch dann operieren, immerhin werden die auch Chirurgenfische genannt. Die werden so genannt, weil sie hinten vor der Schwanzwurzel eine Art Klinge haben. Wobei diese zur Verteidigung eingesetzt werden. Wird in der Natur wohl häufiger benötigt als ein chirurgischer Eingriff.

Es gibt auch andere Doktorfische. Der links (oder ein Foto vorher) ist ein Weißkehl-Doktorfisch. Die beiden gelben sind Segelflossendoktoren.

Ganz viele Fische waren am Riff. Wie das so mit Fotos ist haben wir es dennoch geschafft Fotos zu machen auf denen wenige bis gar keine Fische drauf sind. Talent muss man halt haben. Hier seht ihr jedenfalls die Grenze vom Riff. Danach kam das tiefe, dunkle, gefährliche Meer.

Da war das über dem Korallenriff schon etwas interessanter.

Eine gute Frage was das für ein Fisch ist. Kein Plan. Also falls es jemand weiß bitte mitteilen.

Das war an der Riffinnenseite. Zwei Fische beim fressen - schwer zu erkennen für mich was das für Fische sind. Auf alle Fälle fand ich das immer faszinierend denen beim futtern zuzusehen. Vor allem wie das immer geklungen hat. Da taten immer meine Zähne weh.

Ein Papageifisch der aber gar nicht gesprächig war. Weiß der Geier warum. Sehr unfreundlich.

Da war dieser Fisch schon netter und hat uns den Weg gezeigt...

... über das Korallenriff...

... zu den Leopard-Drückerfischen. Leider ist das Foto etwas unscharf. Diese Fische finde ich so toll. Sehen die nicht klasse aus?

Weiter über das Korallenriff...

... zur Blauflossen-Makrele. Aber halt! Was ist denn da tiefer unter der Makrele?

Ein Riffhai! Genauer gesagt ein Weißspitzen-Riffhai. Seht ihr die weiße Spitze an der Rücken- und Schwanzflosse? Ich muss ehrlich sein am ersten Tag bin ich ganz schnell wieder zum Riff geschwommen und habe gehofft der Hai kommt nicht mit. Am Vorletzten Tag schwamm dann ein Hai übern Riff rum und ich bin ihm nachgeschwommen. So schnell kann es gehen und Freundschaften sind geschlossen.

Das waren leider die einzigen Unterwasserfotos die wir machen konnten (also eine Auswahl davon). Zu gerne hätte ich ein Foto von der Schildkröte gehabt. Die war mir lieber als die Haie. Ist nämlich eher in meinem Tempo geschwommen und mit meinem Temperament "Immer mit der Ruhe hier". Leider ist aber nach diesem einen Schnorchelgang die Kamera kaputt gewesen. Ich hatte nur eine Plastikhülle gekauft. Davor und danach kam kein Wasser in die Hülle beim testen. Als die Kamera in der Hülle war stand das Wasser darin. So kann es gehen.

Nächstes mal kaufe ich dann doch eine Unterwasserkamera. Wobei das auch kein Garant ist. Zwei Urlaubsbekanntschaften hatten jeweils eine. Beide haben nicht funktioniert. Noch ärgerlicher! Zum Glück gab es auch über Wasser genügend Tiere zu fotografieren. Glaubt ihr nicht? Zeige ich euch am Sonntag.

Mittwoch, April 23, 2014

Eine Robinson Crusoe Insel

Robinson Crusoe heißt ein Roman von Daniel Defoe und ist auch der Name einer Insel die zu Chile gehört. Auf dieser Insel war ich nicht in Urlaub, sondern etwa 15.500 km weiter östlich im Indischen Ozean. Doch wer will denn schon so kleinlich sein? Die paar Kilometer, da könnte sich auch wer verrechnet haben würde ich sagen.


Also spätestens bei diesem Anblick in dessen Genuss jeder kommt der anreist sollte doch jede Kleinlichkeit vergessen sein und die Vorfreude umso größer endlich bald diese Insel betreten zu können.


Eine der 105 Insel im Ari Atoll, das mit 2252 km² das drittgrößte Atoll der Malediven ist.


Genauer gesagt ist das die Insel Madoogali. Eine Barfuß Insel im Nord Ari Atoll. Mit seinen rund 50 km² eine nicht gerade riesige Insel und genau deswegen meine Wahl.


Die Wege sind schnell gemerkt. Selbst wenn wir eigentlich immer den längsten Weg genommen haben waren wir eigentlich in 5 Minuten an jedem beliebigen Punkt der Insel. Also wenn wir langsam gegangen sind und zwischendurch Fotos gemacht haben.


Doch selbst hier auf dieser kleinen idyllischen Insel gibt es Schattenseiten. Da gab es tatsächlich ein super tolles Café direkt am Strand und was ist? Das ist nicht mehr geöffnet bzw gibt es hier nix mehr zu Essen oder Trinken. Nur die Stühle waren noch da um es sich bequem zu machen. Immerhin.


Die zweite Möglichkeit auf dem Wasser zu sitzen war hier gegeben. Der Weg war mit den Getränken immerhin nicht ganz so weit von der geöffneten Bar entfernt. Nach der Sichtung der Sehenswürdigkeiten der Inseln kamen wir dann auch schon zu unserem Bungalow.


Diese sind etwas versetzt zum Strand hinter Palmen gebaut. Sehr praktisch, denn dadurch stehen die Bungalows relativ schattig und werden auch mit ausgeschalteter Klimaanlage nicht so extrem heiß.


Natürlich auch sehr angenehm für das allgemeine Erscheinungsbild der Insel von außen. Es gibt keinerlei Sonnenschirme die aufgestellt werden müssen. Die Vegetation der Insel spendet genügend Schatten für alle.


Außerdem wird so die Sicht auf die Insel von der Meerseite nicht von irgendwelchen Bungalows getrübt. Seien wir mal ehrlich, die meiste Zeit wird die Insel nämlich von der Meerseite betrachtet...

Montag, April 21, 2014

Wieder in Europa

Dieses Mal gab es außer Faulheit einen Grund warum hier nichts los war. Wobei eigentlich war ich auch in dieser Zeit faul. Doch dieses mal war ich dabei vollkommen Offline. Im Urlaub wird am Flughafen mein Handy nämlich aus gemacht und erst wieder zu Hause an, dann aber irgendwann wenn ich mich soweit fühle wieder zurück zu sein. Dafür habe ich dieses mal dann doch länger benötigt. Die Rückreise vom Urlaub war nämlich ganz schön lange.

Doch fangen wir doch lieber beim Start des Urlaubes an. Der Rückkehr war ja im Prinzip gleich, nur in umgekehrter Reihenfolge - und 6 Stunden mehr Wartezeit.

Los ging es mit dem Superjumbo, dem größten Passagierflugzeug das ich kenne. So gespannt war ich - waren wir - und so ernüchternd war dann alles. Innen sieht es nicht viel anders aus als andere Flugzeuge - außer die Treppe nach oben. Die Aussicht ist schlechter, weil das Fenster weiter weg ist. Außerdem hat das Fenster so eine komische Holzumrandung. Kennt ihr vielleicht aus alten Nobelkarossen? Glaube das war mal tooootal modern. Ich meinte nur ich hätte das Flugzeug zurückgegeben, wenn die mir da so hässliche Fensterumrandungen rein machen. ;-) Ach ja, und die Toilette hat auch eine Klobrille in Holzoptik. Interessantes Detail, oder?

Nach einem 4stündigen Aufenthalt am Flughafen Dubai ging der Flug weiter mit der Boeing 777. Nach der Landung wurden wir zum nächsten Flughafen gebracht.


Hier war der Aufenthalt so kurz, das war fast stressig. Zum Glück. Es gab nämlich keinerlei Klimaanlage. Nach ca. 14 Stunden Klimatisierte Räume und ich nach wie vor in Strumpfhosen war das gar nicht so schön sage ich euch. Da wusste ich aber auch noch nicht wie warm es noch werden wird wenn wir in das nächste Flugzeug steigen - ein Wasserflugzeug! In diesem werden die Sicherheitshinweise endlich mal benutzt - um sich Luft zuzufechern.


Dieser Mann in kurzen Hosen und Flip Flops ist nicht einfach nur vom Bodenpersonal. Dieser Mann ist der Pilot und er hat bereits seine Dienstuniform an.


Die Flip Flops hat er nämlich beim Fliegen nur manchmal ausgezogen um Barfuß zu fliegen. Und mich schauen die Leute komisch an wenn ich mit ebenso einem Schuhwerk im Sommer mit dem Auto fahre. Also bitte. Ich bin eben eine geborene Wasserflugzeug-Pilotin, nur dass ich halt mit meinem Auto über die Straßen fliege.


Nach diesem letzten Flug kam auch schon unser letztes Transportmittel. Wo die Odyssee hinging? Das Schiffchen verrät es schon und wer es nicht erkennt kann gespannt sein auf die nächsten Tage. Dann werde ich das Geheimnis lüften.

Montag, April 07, 2014

Walnuss Apfel Cupcakes und Muffins

In diesem Jahr schwächle ich ganz schön was das Backen betrifft. So kann das wirklich nicht weitergehen. Am Ende nehme ich ab und bekomme meine Bikini Figur. Das geht doch nun wirklich nicht.

Damit das auf keinen Fall so kommt habe ich mal wieder etwas gebacken aus meinem nach wie vor Lieblingsbackbuch von der hummingbird bakery. Osterdeko steht hier schon seit einiger Zeit, also wird etwas aus dem Oster-Teil gebacken. Was auch immer daran österlich ist, ich weiß es nicht. Mich erinnert die Walnuss ja eher an Herbst und Äpfel eher an Winter. Ich glaube ich habe im letzten Winter eindeutig zu viel Apfelpunsch getrunken...


Bei den Mengenangaben frage ich mich immer wieder was die für Formen haben. Sind das Mega-Muffins? Das wäre aber auch seltsam, weil ich musste sie trotzdem viel länger backen als ich Buch geschrieben. Statt der 12-16 Stück habe ich ganze 18 geschafft und ich habe sie statt 18-20 Minuten das erste Blech ganze 30 Minuten (Umluft) im Ofen gehabt und das zweite dann auch 25 Minuten (Ober-/Unterhitze). Scheinbar kommt es mit der Ober-/Unterhitze etwas besser hin mit dem was im Buch steht. Wäre ja auch logisch, immerhin wurden die Rezepte mit Ober-/Unterhitze getestet.


Das Topping der Cupcakes ist aus Zucker, Frischkäse und Margarine. Damit die Bikini-Figur nicht gleich ganz in unerreichbare Ferne rückt habe ich ein paar der Cupcakes pur gelassen. Schmecken dennoch hervorragend. Mein Freund hat immerhin zwei ohne Topping gegessen und eines mit. Kann also auch im Vergleich zum Cupcake wohl mithalten der Muffin. Mir schmeckt es sowieso. Der Teig ist nämlich so wie ich ihn mag. Richtig schön fluffig und leicht. *mmmh* Ein Gedicht.


Seit Freitag bin ich nun auch in Besitz einer Etagere. Ist die nicht toll? Wir haben ganz viel rot in unserer Küche, da musste ich die einfach mitnehmen. Zumal ich sowieso schon lange eine wollte. Da es da aber so viel Auswahl gibt konnte ich mich nie entscheiden welche ich nun nehmen soll. Da dachte ich mir ich nehme das jetzt mal als Zeichen von dem Produktdesigner der das extra nur für mich gemacht hat. So wird es nämlich gewesen sein. Ganz sicher.

Donnerstag, April 03, 2014

Der Versuch der Sportlichkeit: ... aber das geht nicht.



Laufen ist nicht einfach. Schnell laufen noch viel weniger. Das ist auch der Grund warum ich lange langsam gelaufen bin. Anders ist es doch viel zu anstrengend! Das kann doch nicht gesund sein wenn ich klinge wie im Por… eine Dampflock.

Außerdem habe ich immer und überall gelesen „Langsam laufen, die Sehnen und Gelenke müssen sich erst daran gewöhnen.“ Ich habe meinem Körper halt ein paar Jährchen mehr Zeit gegeben. Sicher ist sicher, was?

Immer wenn ich überlegt habe es doch zu probieren mit dem schneller laufen habe ich dann gelesen „Das Tempo kommt von ganz alleine.“ Na passt, dann brauch ich mich ja nicht quälen.
Doch Pustekuchen. Bei mir kam kein Tempo. Ich bin immer vor mir hergelaufen und habe nie wirklich gemerkt, dass da was schneller wird. Langsam laufen war nach wie vor angenehm, schnell war anstrengend.

Vor einer Woche hat nun aber endgültig mein Tempotraining begonnen. Der nächste Wettkampf steht an, meine Wunschzeit steht schon lange fest. Da muss ich nun einen Zahn zulegen – nicht einen kleinen Zahn, so einen Stoßzahn vom Elefanten trifft es eher.

Um zu wissen wo ich überhaupt stehe hieß es also „einfach mal“ so schnell zu laufen, dass ich zwar außer Atem bin, aber auch nicht gleich sterben möchte oder mich an den Straßenrand stelle um mir mein Essen des Tages durch den Kopf gehen zu lassen. (Als würde ich mich jemals so weit antreiben können.)
Soll ich euch etwas sagen? Schnell laufen IST anstrengend. Doch schnell laufen macht Spaß. Tatsache. Bei meinen langsamen Läufen – die auf dem Plan dem Tempo von meinen früheren „Tempoläufen“ entsprachen – fühle ich mich als würde ich stehen. Obwohl ich dann meist noch langsamer muss, weil ich zu schnell wäre. Wäre hätte das gedacht. Jedes Mal frage ich mich wie ich das früher NOCH langsamer geschafft habe.

Um mich wieder auf den Boden der Realität zu holen laufe ich nun ein Mal die Woche den Berg hoch. Und jedes Mal verspottet mich der Berg. Er zwingt mich langsam zu laufen. Wirklich langsam. Meine Pace steigt somit und ich freue mich ausnahmsweise, wenn es endlich mal wieder bergab geht auf meinem Weg.