Mittwoch, Dezember 04, 2013

Advent Tag 4: Maronisuppe

Vor einigen Wochen hat mir eine Kollegin doch tatsächlich offenbart, dass sie noch nie Maroni gegessen hat. Ich war fassunglos. Gibt es so etwas tatsächlich? In Österreich gibt es in jeder Fußgängerzone einen Maronistand in der Weihnachtszeit. Mindestens. Und mindestens ein mal musste eine kleine Tüte Maroni schon sein.


Da ich den Maroniständen keine Konkurrenz machen möchte - und es zu Hause sowieso niemals so schmecken würde wie vom Stand - habe ich mich mal mit Maroni Suppe versucht. Dabei habe ich gemerkt, dass ich tatsächlich noch nie Maroni selber gemacht habe.

Ich stand nämlich vor dem Haufen Maroni und habe überlegt wie ich diese Teile denn nun schälen soll. Der Sparschäler von den Kartoffeln bringt da nämlich nix - nicht, dass ich es probiert hätte, aber ich habe tatsächlich erst mal danach gegriffen als ich "geschälte" gelesen hatte. Haha!

Hätte ich gewusst, dass es die scheinbar auch geschält gibt hätte ich mir wohl geschälte gekauft und keine frischen. Das Maroni schälen ist nämlich das aufwändigste an der ganzen Suppe. Sonst wäre das wirklich Fast Food.

Ich habe die Maroni am Ende folgendermaßen geschält: Erst mal halbiert und in warmes Wasser gelegt. Bis ich alle halbiert hatte habe ich angefangen die äußere harte Schale zu entfernen. Bei den Maroni bei denen es schwer ging die sind wieder im Wasser gelandet. Habt ihr mehr Zeit würde ich die Teile einfach eine halbe Stunde im Wasser lassen.
Um die dünne Haut runterzubekommen habe ich das Wasser mit den Maroni gekocht für ca. 10 Minuten. Danach gingen die meisten doch ganz gut zu schälen.


Nachdem also 400 g Maroni geschält sind kann das restliche Gemüse geschnitten werden. Dabei handelt es sich um eine Stange Lauch, 4 Karotten, 1/4 Knollensellerie.
Anschließend wird 1 EL Margarine (vegan) im Topf geschmolzen und das Gemüse (ohne Maroni) darin kurz angeschwitzt. Mit 800 ml Wasser ablöschen. Falls die Maroni beim schälen nicht gekocht wurden würde ich gleich die restlichen Zutaten zugeben. Ansonsten erst mal das Gemüse 5 Minuten kochen. Danach die Maroni, 1 TL Gemüsebrühe, 1/2 TL Zimt, etwas Muskatnuss und 150 ml Weißwein (trocken) zugeben und weitere 10-15 Minuten kochen lassen.
Wenn alles weich ist wird die Suppe mit dem Pürierstab püriert und mit einem Becher Sahne (vegan), Salz und Pfeffer verfeinert.


Wer will kann noch ein bisschen Petersilie auf die Suppe streuen und ein Stück Brot oder Semmel essen.

Allerdings bei Brot und Semmel müsst ihr aufpassen, dass das wirklich vegan ist. Das ist nämlich nicht bei jedem Brot wirklich der Fall. Oft ist Schweineschmalz, Backferment (hat als Basis Honig) oder diverse Milchprodukte (Quark, Buttermilch) enthalten. Bei süßen Sachen würde ich eigentlich immer davon ausgehen, dass Eier enthalten sind - v.a. wenn sie mit irgendwas überzogen sind.

Also am Besten selber machen das Brot. Ich habe sogar ein veganes schnelles Vollkornbrot-Rezept hier auf meinem Blog: Link zum Rezept

Kommentare:

  1. hmmm das klingt lecker, werd ich auch mal versuchen =)

    LG Sheena

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  2. Ich liebe Maroni <3 das muss ich unbedingt mal ausprobieren - hört sich sehr lecker an!

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  3. Uns hat sie geschmeckt. Wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren! Könnte ja dann mal berichten ob es euch geschmeckt hat.

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