Dienstag, Dezember 24, 2013

Advent Tag 24: Nussbraten mit Semmelknödel Kartoffeln und Blaukraut

An Weihnachten gibt es ja das Weihnachtsessen. Bei den einen was total aufwändiges, bei den anderen was ganz einfaches. Bei uns gab es in den letzten Jahren immer Raclette. Zum Leidwesen meiner Oma, weil die findet Raclette blöde. Dieses Jahr hat sie sich sogar durchgesetzt. Wir sind Weihnachten wieder bei ihr uns sie kocht Vorspeise, Hauptspeise und Dessert.

Bei uns gab es mein veganes Weihnachtsmenü als Sonntagsessen. Damit ich am Montag noch mal die Chance hatte nachzubessern. Extra für euch.


Am Sonntag das hatte nämlich überhaupt nicht geklappt. Der Braten kam nur in Teilen aus der Form und die Knödel die soooo schön aussahen sind komplett zerfallen. Also nicht mal ich fand, dass das einem Foto zumutbar ist und ich bin da ja oft nicht so penibel was die Schönheit des Essens betrifft. Ihr könnt euch also vorstellen wie es aussah? Noch viel schlimmer sag ich euch.

Doch am Montag habe ich es geschafft ein Stück Braten als ganzes aus der Form zu bekommen. Bei Kartoffeln kann ich ja nicht so viel falsch machen. Den Rotkohl hatte ich zum Glück schon einen Tag vorher gemacht bevor der Sonntag kam an dem die Küche verhext war.

Mein veganer Hauptgang eines Menüs besteht aus Nussbraten, Kartoffeln (außer ihr könnt das mit den Knödeln, dann würde ich an eurer Stelle die machen) mit Pilz-Rotwein-Soße und Apfel-Zimt-Blaukraut.

Am Vortag könnt ihr schon mal das Blautkraut zubereiten.
1 Kopf Blaukraut (Rotkohl) in streifen schneiden, waschen und abtropfen lassen (den Strunk natürlich entfernen). Eine Zwiebel schälen und mit 5 Gewürznelken spicken. Einen Apfel schälen und in Würfel schneiden. Im Topf 1 EL Öl erhitzen und den Zwiebel und die Apfelwürfel kurz andünsten. Das Blautkraut hinzufügen und sofort mit 250 ml Rotwein, 125 ml Weinessig und 125 ml Balsamico ablöschen. Mit 1 TL Salz, 4 EL Zucker, 1 EL Gemüsebrühe-Pulver, 1 Zimtstange, 4 Lorbeerblätter würzen und mit 250 ml heißem Waser aufgießen. Alles gut durchrühren und mit Deckel aufkochen lassen. Noch ein mal umrühren, den Dampf entweichen lassen und dann mit Deckel 20-30 Minuten gar kochen lassen. Die Zwiebel, Zimtstange und Lorbeerblätter entfernen. Dafür dann 3 EL Preiselbeeren untermischen und mit kalt angerührter Speisestärke das Blaukraut binden.

Der Nussbraten hat bei mir in eine kleine Brotform gepasst. 1 Zwiebel würfeln und in Öl andünsten. 150 g Cashewnüsse fein mahlen, mit 1 EL Gemüsebrühe-Pulver, 75 g Semmelbrösel und Salz und Pfeffer vermengen. Die Zwiebel zu der Masse geben und mit 400 ml Wasser und einem Schuss Öl zu einem Teig verarbeiten.

100 g Rote Bete klein schneiden und 1 Karotte raspeln. Das ganze mit Ingwerpulver, Salz, Zucker und Zitronensaft bestreute und kurz ziehen lassen.

150 g Tofu mit der Gabel zerdrücken. Mit reichlich Sojasoße würzen und 1 gepresste Knoblauchzehe dazugeben. Außerdem kommen noch einen Teelöffel Senf, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, gehackte Kräuter (Thymian, Petersilie und Basilikum) und etwas Öl dazu. Im Kühlschrank kurz ziehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C aufwärmen. Eine Auflaufform einfetten und die Hälfte der Nussmasse als erste Schicht verteilen. Darauf kommt die Rote Bete-Karottenmasse und dann der Tofu. Als Abschluss den Rest der Nussmasse darauf verteilen. Das ganze ungefähr 50 Minuten backen bis eine Kruste entsteht.

Wie Kartoffeln gemacht gehören brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder? Mein erster Versuch waren ja Knödel und die sahen ja bevor sie ins Wasser kamen wirklich gut aus. Obwohl das Wasser nicht gekocht hat sind sie komplett zerfallen. *grmpf* Das muss ich dann auch noch üben nächstes Jahr. Tipps sind herzlich willkommen!


Für die Pilz Rotwein Soße werden 1 Knoblauchzehe und 1 Zwiebel in Öl gedünstet. 200 g Champignons in Scheiben schneiden und zu der Zwiebel geben bis sie Wasser lassen und das wieder halbwegs verdampft ist. Mit einem Schuss Sojasoße und einem Schuss Rotwein ablöschen. 1 TL getrockneter Thymian, 1 Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer zugeben. Mit weiterem Rotwein und 1-2 TL Speisestärke aufkochen (ihr solltet von etwa 250 ml Rotwein ausehen). Mit 100 ml Sojasahne die Soße verfeinern - vorher aber das Lorbeerblatt wieder rausnehmen.

Ich mache mich dann langsam auf den Weg nach Österreich. Wie gesagt sind wir dieses Jahr wieder bei Oma - also weit weg das vegane Essen. Drückt mir die Daumen, dass mein Magen es verkraftet.

Das Wichtigste an diesem Tage:

Ich wünsche euch frohe Weihnachten und wunderbare, v.a. stressfreie, Tage mit euren Familien!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen