Mittwoch, Mai 01, 2013

Spieglein, Spieglein an der Wand

Der einfachste Raum für mich ist bei Ausmistaktionen das Badezimmer. Da habe ich so wenig Sachen, da muss ich also auch nicht viel wegschmeißen.

Dachte ich zumindest. Es war doch so einiges. Manches stand schon Jahrelang rum ohne verwendet zu werden. Jede Menge Parfums zum Beispiel. Irgendwelche Pröbchen von Douglas die ich sowieso nie verwende. Parfums die ich von irgendwelchen Firmen bekommen habe bei irgendwelchen Aktionen. Ein paar Flaschen die ich bei unserer Maturareise in der Türkei gekauft habe. Ich hätte es damals wie ein Freund machen sollen und gleich alles dort stehen lassen.

Es war eine Überwindung, aber es flogen alle Parfums raus die ich nicht mehr riechen mag. Es hat gut getan und ich vermisse kein einziges. Ganz im Gegenteil, endlich nehme ich wieder ohne schlechtes Gewissen auch mein Lieblingsparfum häufiger.


Auch für meinen Alltag brauche ich nicht viele Produkte. Also eigentlich. Was haben diese ganzen Haarpflegeprodukte, Sonnencremes, Deos und ausgeleierten Gummibänder im Schrank verloren? Nichts, also weg damit.

Natürlich war ich zwischendurch in Versuchung das eine oder andere Teil doch wieder aus dem Eimer zu fischen. Immerhin ist da ja noch so viel drinnen, das kann ich doch noch verwenden. Und wann? In 100 Jahren? Da ist es gesünder ich kauf es mir neu.


Ich sag es euch es ist so schön morgens im Bad wenn mir nicht ständig aufpassen muss mit meiner Hand nicht alles umzuschmeißen nur weil ich ein Teil haben möchte. Und vor allem nicht suchen zu müssen. Was für eine Zeitersparnis. Warum hab ich das nicht schon früher gemacht? Manchmal verstehe ich mich selbst nicht.

Apropos umfallen. Ich habe hinter der Tür ein kleines Regal stehen auf dem ich alles mögliche stehen habe was Frau so braucht - Nagellack, Make Up... Dieses Regal ist nicht gerade das stabilste. Ein neues suchen ist mir aber zu mühsam. So kommt es, dass ich immer wieder ankomme und alles fällt um und runter und am Ende schmeiße ich alles einfach irgendwie rein. Nicht gerade ein schöner Anblick. Vom Staub wischen mal ganz zu schweigen.

Also ging es zum nächsten Möbelhaus und ich hab mir zwei Boxen gekauft. Die habe ich aber nicht voll gestopft. Auch hier habe ich natürlich brav aussortiert was keiner braucht. Eingetrockneter Nagellack zum Beispiel. Selbst mit Nagellackentferner oder diesen (sauteuren) extra Produkten dafür war nix mehr zu machen. Schmiert sich doch eh keiner mehr auf die Nägel, warum behalte ich das dann? Damit ich ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich mir genau diese Farbe kaufen will, aber dann jedes mal denke ich habe den ja noch zu Hause? Nicht besonders schlau irgendwie.


So flog mein weißer Nagellack raus und es kam mein erster Essie Nagellack ins Haus. Wollte ja wissen warum den alle so toll finden - oder ich mir einbilde alle finden den toll. So sicher bin ich mir da nämlich nie. Ich denke mal ich wäre von jedem Nagellack begeistert gewesen, denn jeder ist sicher besser als ein eingetrockneter.

Weil es so schön ist zu beschließen sich nicht mehr ärgern zu müssen kam auch ein neuer Wäschekorb ins Haus. Was hat mich der alte genervt! Ständig ging unten der Boden ab und die ganze Wäsche hat sich verteilt und ich konnte sie neu reinstopfen. Ätzend. Nervig. Schön war das Teil auch nicht um darüber hinwegzusehen.


Sogar mit Griff. Was für ein Luxus. Manchmal bin ich eben sehr leicht zufrieden zu stellen. Wenn es nur immer so günstig wäre, wäre das Leben doch um einiges einfacher.

Mein Fazit: Nur Mut und alles raus was nicht benötigt wird. Sofort ohne wenn und aber.
Von wegen "aber manchmal brauch ich doch..." Ja, manchmal. Da wird es neu gekauft und gut ist. Mein Haarspray zB ist auf dem Foto noch zu sehen. Den brauche ich wirklich alle heiligen Zeiten mal. Jedes mal so eine große Dose neu kaufen ist aber auch nicht so meins. Letztens habe ich aber gesehen, dass es ja sogar die schon in Reisegröße gibt. Also flog das Haarspray mittlerweile auch raus. Genauso wie die kleine Dose Sonnencreme. Da kann ich im Notfall unterwegs auch die Creme hernehmen die ich fürs Gesicht nehme. Davon werden mir meine Arme schon nicht abfallen. Wenn doch werde ich es euch wissen lassen - nachdem ich gelernt habe mit Zehen zu tippen.

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