Dienstag, April 09, 2013

John Boyne - Das Haus zur besonderen Verwendung


Originaltitel: The House of Special Purpose
Originalverlag: Doubleday, London
Aus dem Englischen von Fritz Schneider

Taschenbuch, 560 Seiten

Erscheinungsjahr: 2011

ISBN (Taschenbuch): 978-3-492-27265-0


Verlag: Piper


Bei dem Buch hat es mir damals das Hardcover total angetan. Was fand ich das toll. Auf der Suche nach dem Hardcover ist mir jetzt aufgefallen, dass das ein anderer Verlag rausgebracht hat. Nämlich der Arche Verlag. Eine Freundin hat mir die Taschenbuch Ausgabe geschenkt und mittlerweile gefällt mir auch das Cover richtig gut.

Das Buch selbst ist mindestens genauso toll wie die beiden Cover. Wenn nicht sogar besser. Zumindest nachdem ich mich an den Erzählstil gewöhnt hatte. Anfangs war ich nämlich leicht verwirrt und kam nur schwer in die Geschichte rein. Hatte auch so meine Zweifel ob ich das Buch jemals fertig bekomme. Doch das weiterlesen hat sich gelohnt. Selbst das Ende ist einfach grandios. Normalerweise sind mir die ja entweder zu schnell abgehandelt die Enden oder sie ziehen sich so ewig was kein Mensch braucht. Doch in diesem Buch ist das Ende eine wirklich tolle Abrundung der Geschichte.

Warum mir das Buch anfangs etwas schwer gefallen ist waren die zwei Erzählstränge. Ich mag ja Bücher die zwischen der Gegenwart und Vergangenheit hin und her springen sehr gerne. In diesem Buch ist das auch der Fall, doch etwas anders als ich es bisher kannte.
Die Geschichte springt von Anfang an hin und her, wobei die einzelnen Kapitel mir immer extrem lang vorkamen.
Das ganze beginnt 1981 mit dem Erwachsenen Georgi. Das nächste Kapitel ist etwa 60-70 Jahre davor als er noch ein Teenager ist und in diesem Kapitel wird dann noch mal ein paar Jahre zurück gesprungen in seine Kindheit. Das fand ich anfangs wirklich anstrengend, da am Ball zu bleiben.
Die zweite Schwierigkeit war für mich, dass sich die zwei Erzählstränge in der Mitte treffen. Das heißt der eine Erzählstrang bewegt sich rückwärts. 1981 - 1979 - 1953 usw. Während sich der andere Erzählstrang ganz normal vorwärts bewegt. Von seiner Teenagerzeit bis zum Erwachsenenleben. Bis sich die Erzählungen im Jahre 1918 treffen.

Also nicht so einfach - zumindest für mich. Wobei es nach etwa 100 Seiten dann ganz gut ging. Da habe ich dann erst mal kapiert, dass die eine Erzählung ja rückwärts läuft. Ist ja nicht so einfach für mich die nie aufpasst in welchem Jahr ich mich genau befinde und es mir vor allem auch nicht merke.
Was ich allerdings toll gelöst finde sind die Kapitelüberschriften. Die eine Zeit beginnt immer mit der Jahreszahl. Die Vergangenheit dann immer mit einer Titel-Überschrift. So war das zumindest von Anfang an wirklich gut auseinander zu halten.

Nachdem ich das mit den Zeiten kapiert hatte hat mich das Buch dann in seinen Bann gezogen. John Boyne hat eine wirklich schöne Art zu schreiben und zu fesseln.

Ein wirklicher wundervoller Roman mit Drama, Freude, Leid und Liebe.

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