Donnerstag, Januar 10, 2013

Anonymus - Das Buch ohne Namen

Originaltitel: The Book With No Name
Originalverlag: Michael O'Mara Books Ltd.
Aus dem Englischen von Axel Merz

Kindle eBook, 447 Seiten (Taschenbuchausgabe)

Erscheinungsjahr: 2010

ISBN (ePub): 978-3-8387-0602-3
ISBN (Taschenbuch): 978-3-404-16516-2

Info: The Bourbon Kid 1

Verlag: Bastei Lübbe

In der Topiaca Bar treffen sich sie Gangster der Stadt Santa Mondega. Und Gangster gibt es viele in dieser Stadt. Fünf Jahre zuvor hat "The Bourbon Kid" das letzte mal sein Unheil getrieben und alle bis auf den Besitzer Sanchez getötet.
Heute (fünf Jahre danach) gab es ein Massaker bei den Mönchen von Hubal. Dabei wurde das Mondauge gestohlen. Zwei Mönche verlassen die Insel und suchen dieses. Das letzte Mal haben vor fünf Jahren zwei Mönche die Insel verlassen auf der Suche nach dem Mondauge und sind nie wieder auf die Insel zurück gekehrt.
Geklaut wurde das Mondauge von niemand anderem als dem Kopfgeldjäger Jefe. Dieser ist nun auf der Suche nach El Santino um seine Belohnung abzuholen. Doch er wird ausgeraubt. Ausgerechnet von Marcus dem Wiesel!
Auch ein neuer Detective findet sich in Santa Mondega ein. Es gab in letzter Zeit eine Häufung von Todesfällen bei denen übernatürliche Kräfte im Spiel zu sein scheinen. Wie immer scheint er nicht wirklich willkommen zu sein. Ihm wird der pensionierte Somers als Unterstützung zur Seite gestellt. Dieser ist ganz besessen davon, dass Bourbon Kid alle Morde in Santa Mondega begeht und will diesen zur Strecke bringen.
Gleichzeitig zu den Ereignissen wacht Jessica in einem ihr fremden Haus auf mit einem ihr fremden Mann der sie angeblich mit seiner Frau gepflegt hat als sie fünf Jahre lang im Koma lag. Kurz nach ihrem erwachen ist sie verschwunden und ihre zwei Pfleger werden tot gefunden.
Bei den zwei Pflegern handelt es sich um den Bruder und seine Frau von Sanchez. Er engagiert den besten Mann in Sante Mondega: der King, Elvis. Dieser soll in Sanchez Namen Rache üben an dem brutalen Mord. Der einzige Hinweis ist ein gelber Cadillac.

Ihr seht auf den ersten Seiten des Buches kommen sehr viele Personen und Handlungen vor. Demnach ist die Einführung des Buches nicht ganz unbegründet:
...
Nicht alle werden es schaffen. Die zahlreichen unterschiedlichen Handlungsstränge und Stilrichtungen mögen manch einen verwirren und blenden, und obwohl sie gleich vor ihm liegt, ihn während der ganzen Zeit unablässig nach der Wahrheit suchen lassen.
...
(Zitat aus der Einleitung des Buches)

Es kommen zu den oben genannten Personen in der Inhaltsangabe noch so um die 10 weiter mehr oder weniger wichtige Personen dazu und 2-3 weiter Handlungsstränge.
Hört sich verwirrend an, aber ist es zum Glück überhaupt nicht!
Ich habe ja immer so meine Probleme mit allzu vielen Namen. Obwohl der Autor gerade am Anfang nach jedem Kapitel (die nicht wirklich lange sind) einen anderen Handlungsstrang erzählt bin ich von Anfang an gut mitgekommen und konnte die Leute gut zuordnen. Selbst die, die erstmal nur kurz erwähnt wurden und später erst wieder auftauchten.
Durch die wirklich sehr vielen Personen ist es natürlich nicht möglich die Personen im Detail kennen zu lernen. Was meiner Meinung nach aber in diesem Buch nicht wirklich stört.
Wichtiger war für mich die Stimmung in dem Buch/in der Stadt. Ich habe mich von der ersten Seite an in so eine "Westernstadt" versetzt gefühlt. Alle sind bewaffnet, alle rauchen, saufen, stehlen, morden. Das sind auch die Dinge die sich durch das ganze Buch ziehen. Ich habe immer auf eine Postkutsche gewartet die irgendwelche Diebes-Banden ankündigt.

Mir persönlich hat der Schreibstil des Autors ganz gut gefallen. Sehr trocken, sehr direkt. Da werden Menschen niedergemetzelt und es liest sich als wäre es das normalste der Welt. Einfach weitergemacht. Personen bei denen man denkt sie sind die Hauptpersonen in diesem Roman *peng* weg sind sie und die Geschichte geht einfach ohne sie weiter. Was wiederum zu meinem Bild der Stadt gepasst hat.
Somit wusste ich aber auch nie wirklich wohin mich dieser Roman führen wird, wie er weitergeht, wie das Ende sein wird.
Es war mir auch nicht wirklich klar welches Genre das Buch hat, allerdings denke ich, dass man für Fantasy schon was übrig haben sollte um das Buch zu mögen. Es gibt allerdings auch Krimi-Elemente und das ganze Blut das da vergossen wird ist wohl dem Genre Thriller zuzuordnen. Und Blut wird wirklich sehr viel fließen. Es gibt ein Gemetzel nach dem anderen. Da wird nicht viel geredet, sondern sehr schnell geschossen und sehr viel noch dazu.

Kurz genervt haben mich am Anfang Sätze wie "Man musste kein großer Detektive sein, um auf den ersten Blick zu erkennen..." oder "Man musste kein Genie sein...". Irgendwie kam mir vor als würde das häufiger vorkommen oder es hat mich einfach nur genervt. Kam dann aber zum Glück nicht mehr vor nachdem es mir aufgefallen war.
Eventuell war es ja Absicht? Bei dem ganzen Buch hatte ich öfter mal den Eindruck, dass der Autor das ganze nicht so ganz ernst nimmt und einen etwas komischen Humor bzw komische Anspielungen einfließen lassen möchte.

Alles in allem fand ich das Buch klasse! Ich habe die Seiten nur so verschlungen und mich keine Sekunde lang gelangweilt. Wer blutige Bücher mag und Fantasy nicht ganz abgeneigt ist sollte das Buch meiner Meinung nach auf jeden Fall lesen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen