Mittwoch, August 15, 2012

Jodi Picoult - Zerbrechlich

Originaltitel: Handle With Care
aus dem Amerikanischen von Rainer Schuhmacher

eBook, 625 Seiten

3. Auflage, 25. September 2010

ISBN: 978-3-8387-0203-2

Verlag: Bastei Lübbe

Charlotte wünscht sich nicht sehnlicher als ein Kind mit ihrem Mann Sean. Zwei Jahre lang haben sie es probiert und endlich hat es geklappt. Doch Willow hat bereits vor ihrer Geburt Knochenbrüche erlitten - sie hat Osteogenesis Imperfecta.
Das Leben ist nicht einfach für die Familie, doch Charlotte kämpft jeden Tag für ihre Tochter. So ergreift sie die Chance Geld für Willow zu bekommen um ihr ein Leben zu ermöglichen das ihr gerecht wird. Doch ist das Geld es wert dafür die Familie und beste Freundin zu opfern?

Lange hat es gedauert bis ich zu einem Roman von Jodi Picoult gegriffen habe. Irgendwie hätte ich ruhig noch länger warten können. Manchmal hat es wohl doch seinen Grund wenn man etwas immer wieder hinausschiebt.

Auf einen gefühlvollen, zu Tränen rührenden Roman habe ich mich gefasst gemacht. Die Taschentücher in Reichweite. Keine Ahnung, irgendwie habe ich bei Jodi Picoult immer gedacht, dass ich sicherlich Rotz und Wasser heulen würde oder es mich zumindest tief erschüttert und ich darüber grübeln muss.
Nichts davon ist eingetroffen bei diesem Roman. Gegrübelt habe ich schon - ob ich noch einen weiteren Roman von Jodi Picoult lesen sollte oder nicht.

Die Geschichte ist zwar erschütternd, aber für mich war sie nicht wirklich so erzählt, dass ich ergriffen gewesen wäre.

Es wurde immer wieder zwischen den verschiedenen Personen gewechselt und sie haben Willow direkt angesprochen. Ich habe mich immer gefragt ob sie die Briefe wohl zu einem bestimmten Anlass "auf einmal" geschrieben haben oder immer wieder mal? Ich bin nicht ganz dahinter gekommen.

Irgendwie waren auch die Personen, die die Geschichte erzählt haben nicht mein Fall. Am ehesten fand ich Amelia noch am interessantesten. Bei ihren Teilen war ich durchaus ergriffen.
Die Mutter hat mich nach etwa der Hälfte des Buches irgendwie nur noch genervt. Die kam mir vor als würde sie in Selbstmitleid zerfließen, aber andererseits soll man sie bewundern, weil sie sich so aufopfert. Bin ich herzlos, wenn ich sie einfach nur mühsam fand?

Was die Geschichten von der Anwältin mit dem Buch zu tun hatten weiß ich nicht. Das hat mich ja so überhaupt nicht interessiert und hätte man für mich auch weglassen können teilweise.

Genauso wie ich die Rezepte total unpassend fand. Gut Charlotte war Konditorin, aber außer das sie irgendwann wieder damit anfängt zu backen waren die Rezepte so unnötig fand ich. Die hab ich dann auch nicht mehr wirklich gelesen. Was interessiert mich ein drei Seiten langes Rezept?

Das war also kein so glücklicher Start mit Jodi Picoult und mir. Dachte ja anfangs ich hätte vielleicht ein eher "schlechtes" Buch von ihr erwischt, aber was ich bei Lovelybooks so gesehen habe scheint dem wohl nicht so zu sein. Ob ich also noch mal ein Buch von ihr lesen werde muss ich mir noch überlegen.

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