Dienstag, Juli 24, 2012

Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna


Taschenbuch, 1196 Seiten

28. Auflage 2011

ISBN: 978-3-404-13917-0

Hinweis: Waringham Saga Teil 1

Verlag: Bastei Lübbe

Der zwölfjährige Robin erfährt im Kloster vom Tod seines Vaters. Er wurde des Hochverrats bezichtigt und so hat Robin nichts mehr auf der Welt - außer seiner Schwester die ebenfalls im Kloster ist.
Für Robin ist klar, dass er nicht im Kloster bleibt. Doch wohin? Die einzige Idee ist für ihn zurück nach Waringham - seinem ehemaligem zu Hause das bereits einen neuen Earl of Waringham hat.
Er arbeitet sich vom Stallburschen zurück zu Hof, Adel und Ritterschaft. Mit dem Duke of Lancaster begibt er sich auf Feldzüge, verhindert Aufstände und lernt die Welt der Politik kennen in der es scheinbar kein Gewissen gibt.
Auf seinem Weg nach oben begegnet er immer wieder seinem Todfeind Mortimer von Waringham. Es ist nur eine Frage der Zeit, das das Rad der Fortuna sein Schicksal ändert und er von ganz oben wieder ganz tief fällt.

Das Buch war glaube ich mein erster historischer Roman. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich schon mal einen gelesen hätte. Hm... Oder doch nur ich wusste es nicht? Möglich. Jedenfalls hat mir das Buch eine Freundin empfohlen. Keine Ahnung wie oft sie das Buch schon gelesen hat, vermutlich ist sie schon im zweistelligen Bereich. Da war ich einfach neugierig und habe mir das Buch bestellt. Sogar als Taschenbuch, weil vor eReader Zeiten. *puh* ist das Buch schwer. Also das Argument mit einem Buch ist es bequemer als mit einem eReader lasse ich ja mal garnicht gelten, das ja unbequem. Aber egal, euch interessiert sicher der Inhalt mehr als meine mühen das Buch zu halten...

Eher skeptisch war ich, da ich es nicht so mit Rittern und so auf sich habe. Das wird mir oft zu mühsam und unübersichtlich mit 150.000 Personen die alle untereinander irgendwie doch Verwandt sind. Personen kamen auch wirklich viele vor. Ritter ebenfall, genauso wie Schlachten, Politisches Wirrwarr und Verwandt waren am Ende irgendwie auch beinahe alle irgendwie.

Doch das Buch ist klasse! Anfangs geht es um Robin der als mittelloser Junge seinen Weg sucht. Alle finden er verkauft sich zu billig als Stallbursche und er hätte mehr verdient. Er ist der einzige der das nicht so empfindet und einfach nur sein Leben leben möchte. Die Vergangenheit kann er ja sowieso nicht ändern.

Später beginnt es dann mit der Flucht von Waringham und dem Aufstieg in die Ritterschaft. Da gehen dann auch einige Schlachten los. Diese halten sich aber doch eher in Grenzen und es steht auch mehr das menschliche als das politische im Vordergrund.
Das ändert sich erst gegen Ende, da wurde es mir dann teilweise zu politisch und es kamen so viele Leute und Verschörungen vor und die Seiten wurden gewechselt wie sonst was. Da konnte ich den Details nicht mehr ganz folgen, aber das Große und Ganze war einem doch immer klar.
Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen. Von der unerwiederten Liebe die man eigentlich nicht haben sollte, der Liebe die gut für das Land und die eigenen Nachkommen ist und die Liebe von der man einfach nicht die Finger lassen kann. Passt für mich optimal, das lese ich ja gerne. ;-)

Den Schreibstil von Rebeccal Gablé fand ich auch gut. Ich habe mich zumindest auf den englischen Hof versetzt gefühlt und bin mit von Burg zu Burg gezogen und durch den Wald geritten. So sollte es für mich sein.

Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Rebecca Gablé - aber das nächste mal dann auf dem Kindle, da sind die Bücher leichter. ;-)

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