Dienstag, April 17, 2012

Jules Verne - Reise um die Erde in 80 Tagen



Französicher Originaltitel: Le Tour du monde en quatre-vingts jours


Erstveröffentlichung: 1873


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Phileas Fogg plant seine Zeit gerne sehr genau und ist entweder im Club oder bei sich zu Hause. Sein Tagesablauf ist penibel geplant und auch sein Diener Passepartout hat sich an diesen zu handeln. Umso verwunderter war dieser als am Tag seiner Einstellung Phileas Fogg aus dem Club kommt und sofort mit ihm verreist - um eine Weltreise in 80 Tagen zu machen. Passepartout denkt es handle sich um einen Scherz und merkt erst nach und nach, dass dem nicht so ist.
Am gleichen Tag von Foggs Abreise wurde eine Bank ausgeraubt und so ist Fix der Meinung, dass Fogg der Dieb ist. Immerhin spricht die rasche Abreise und das viele Geld das er ausgibt dafür. Mit der Reise um die Welt will er nur die Polizei an der Nase herumführen, aber nicht Fix. Er reist den Herrschaften nach um ihnen erst Steine in den Weg zu legen und später Steine aus dem Weg zu räumen.

Die Verfilmungen kennt man wohl - zumindest hat man den Titel daher sicher schon mal gehört. Ich habe nämlich irgendwie keine Verfilmung bisher gesehen bzw nur Auszugsweise. Wenn ich den Titel "Reise um die Erde in 80 Tagen" höre oder lese denke ich immer an einen Heißluftballon. Warum auch immer. Scheinbar kommt der oft in den Vorschauen vor.

Wie bei den meisten Klassikern die ich lese hatte ich also keine wirkliche Ahnung von der Geschichte. Manchmal garnicht so schlecht muss man sagen.
Die ersten Seiten hatte ich die Befürchtung, dass der Roman sehr langatmig wird. Es wird Phileas Fogg beschrieben, wie Exzentrisch und penibel er ist. Man lernt ihn zusammen mit Passepartout kennen, denn dieser hat gerade erst bei Fogg angefangen zu arbeiten. Es gibt somit doch relativ viele Beschreibungen die mich persönlich jetzt nicht so interessiert haben muss ich gestehen.

Der Schreibstil bzw die Sprache ist anfangs noch dazu etwas gewöhnungsbedürftig. Auch die Rechtschreibung ist nicht gerade die Neueste. So gibt es "Capitel" und auch sonst gibts öfter mal einen "falschen" Buchstaben oder ein "h" das wir so nicht kennen in dem Wort. Würde es also nicht unbedingt empfehlen wenn man gerade die Rechtschreibung lernt. ;-)
Das alles trägt aber dazu bei sich in die Zeit und Geschichte besser reinzufinden meiner Meinung nach. Ansonsten hätte ich mich zumindest sicher öfter mal gefragt: "Warum fliegen sie nicht einfach?" So kam mir der Gedanke nie wirklich. Stattdessen hatte ich lauter tolle alte schwarz/weiß Bilder vor meinem Auge. Denn die Beschreibungen die ich anfangs noch als "langatmig" empfand trugen später dazu bei mein Kopfkino zu starten und aufrecht zu erhalten.

Ein Klassiker der den Namen meiner Meinung nach wirklich verdient hat. Ich fand das Buch jedenfalls spannend und habe mich jedes mal gefreut wenn ich weiterlesen konnte.



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